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Die Sache mit der Verantwortung… wer muss seine Drohne versichern?

Beitrag zuletzt aktualisiert am 16.03.2017

Wer braucht eine Drohnen-Versicherung?

Jeder professionelle Pilot, jeder Hobbypilot und auch jeder noch so blutige Anfänger wird wissen, dass die Gesetzeslage zum Thema Drohnen momentan noch teilweise unklar ist und sich laufend verändert. Immer wieder liest man von Unfällen oder verantwortungslosen Piloten, die über Menschenmengen fliegen oder ähnliches. Doch Fehler kann ja jeder einmal machen und wer etwas falsch macht, der kann daraus lernen.

Wer aber trägt die Verantwortung, wenn mal was passiert? Und vielleicht am wichtigsten, wer haftet? Um schon mal eins vorwegzunehmen: Alle Piloten müssen ihre Drohne versichern, um überhaupt fliegen zu dürfen, egal ob zweimal im Jahr oder jedes Wochenende geflogen wird.

Und warum?

Während die meisten professionellen Drohnenpiloten ihre Ausrüstung fast instinktiv versichern lassen, denken sich viele Hobbypiloten, dass ihre Drohnenflüge eh nicht die Ausmaße der Profis annehmen werden. Die Flughöhe, -weite oder ähnliches sind dem Gesetz erstmal egal. Wer mit seiner Drohne Schäden verursacht, egal ob der Copter eine Scheibe zertrümmert oder jemandem Schmerzen bereitet, nachdem sie ihm auf den Kopf gefallen ist, der haftet dafür. Genau wie beim Autofahren grundsätzlich der Auffahrende haftet, haftet beim Drohnenflug der Pilot grundsätzlich.

Außerdem besteht für Drohnen eine Versicherungspflicht. Die Frage, ob eine Versicherung notwendig ist, beantwortet sich also aus zwei Gründen von selbst.

Haftpflicht hab ich schon!

Ein großer Teil der Leser hat sicherlich bereits eine Haftpflichtversicherung, und denkt sich nun, dass sich das Thema schon erledigt hat. Wer allerdings die Versicherungspflicht verletzt und dabei noch einen Drohnenunfall erleidet und Schäden verursacht, der kann bei der Strafe nicht mehr von Lehrgeld reden. Deswegen empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Versicherer, der die Haftpflichtversicherung bereitstellt. Viele Versicherer wollen die Drohnenflüge des Kunden nicht in der privaten Versicherung mitverantworten. Grundsätzlich eingeschlossen sind ausschließlich reine Spielzeuge. Und so sehr die Copter auch das Kind im Mann herausbringen, kann wohl trotzdem niemand behaupten, dass die High-Tech Drohne viel mit einem bunten Plastikhelikopter für Kinder zu tun hat.

Was ist zu tun?

Wer also neugierig und begeistert den Multicopter aus der Verpackung reißt und direkt einen Ausflug zum nächsten See machen will, der wird in seiner Aufregung erstmal einen Dämpfer erfahren. Deshalb sollte vor dem ersten Flug und bestenfalls sogar vor der Anschaffung geklärt werden, dass die Drohne versichert ist. Ist sie das nicht, kann ohne Probleme eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Modellflugversicherungen gelten hierbei meist auch für Drohnen.

Wie versichere ich meine Drohne?

Die Versicherungen, die angeboten werden, könnten unterschiedlicher nicht sein: Im Versicherungsdschungel sollte auf verschiedene Kriterien geachtet werden (Jahresbeitrag und ähnliche Kriterien, die nicht spezifisch für Drohnen sind, werden bewusst nicht genannt).

Drohnenunfälle können unglaublich große Schäden anrichten. Wenn die Drohne aufgrund einer Fehlfunktion über einer Kreuzung abstürzt, kann die zu zahlende Summe schnell im sechsstelligen Bereich liegen. Aus diesem Grund decken die meisten Drohnenversicherungen eine Summe von einigen Millionen Euro ab.

Da gerade exotische Fotos und Videos besonders atemberaubende Eindrücke vermitteln können, ist darauf zu achten, an welchen Orten die Flüge versichert sind.

Interessant ist auch die Anzahl der versicherten Drohnen. Möglicherweise muss bei einem Upgrade von bspw. Phantom 3 auf Phantom 4 eine neue Versicherung abgeschlossen werden.

Das Fluggewicht ist eine Sache, die viele Versicherer für wichtig befinden. Deswegen gibt es Versicherungen, die nur Drohnen bis zu einem gewissen Gewicht abdecken. Hier ist Vorsicht geboten: Zubehör kann das Gewicht der Drohne schnell signifikant erhöhen.

Wer fliegen darf, ist eine Frage, die nicht nur auf einem Familienausflug für Aufregung sorgt. Auch Versicherern ist dies nicht ganz egal. Deswegen sollte darauf geachtet werden, wer denn tatsächlich das Steuer übernehmen will und eine passende Versicherung gefunden werden. Besondere Flüge wie Foto- und Videoflüge, Indoorflüge, Wettbewerbe und das Fliegen außerhalb von Modellflugplätzen können ebenfalls individuell in- wie exklusiv in der Versicherung sein.

Wer noch weitere Informationen in Erfahrung bringen möchte, meldet sich am besten beim entsprechenden Versicherer, wie bspw. Versichertedrohne.de.

Vertrauen ist gut, Versicherung ist besser

Eine Versicherung braucht jeder Copterpilot aus verschiedenen Gründen. Welche Versicherung den eigenen Ansprüchen gerecht wird, muss individuell entschieden werden. Fakt ist aber, dass das Fliegen ohne Versicherung nicht nur teuer werden kann, sondern auch für alle Beteiligten Stress und Probleme bedeutet, die einfach umgangen werden können, wenn die Versicherungspflicht beachtet wird.

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