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Wärmebildaufnahmen aus der Luft: Die DJI Zenmuse XT

Es ist eigentlich unausweichlich und offensichtlich: Das Geschäft mit Drohnen expandiert seit die ersten Quadrocopter auf den Markt gekommen sind stark. In Zukunft wird das aber nicht so bleiben: Der Markt für Drohnen wird nämlich immer schneller immer größer. Wo der Fortschritt der Technologie noch hinführt und wo es enden wird, kann niemand genau sagen – aber auf einige Dinge aus Science-Fiction-Filmen müssen wir uns wohl gefasst machen. Das hat die Geschichte ja schon bewiesen.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 24.03.2017

Die „klassische“ Kameradrohne ist am beliebtesten

Besonders beliebt sind bei den meisten Menschen Kameradrohnen, mit einer Vielzahl von neuen Möglichkeiten – bei Privatpersonen als auch für kommerzielle Zwecke. Inzwischen werden mit den Drohnen auch FPV-Rennen veranstaltet. Aus dieser Bewegung entsteht gerade eine neue Art des Motorsports. Der Weltmarktführer für die Entwicklung und Herstellung von Quadro- und Multicoptern und ihrem Zubehör für Bildaufnahmen aus der Luft, DJI Innovations, hat kürzlich ein neues Modell auf den Markt gebracht: Die DJI . Es handelt sich hierbei um eine Kamera für Drohnen – mit Wärmebildfunktion. Eine solche Funktion eignet sich für allerlei mehr oder weniger wichtige Dinge!

DJI Zenmuse XT Wärmebildkamera - powered by FLIR

DJI Zenmuse XT Wärmebildkamera – powered by FLIR

DJI Innovations – der Weltmarktführer für Drohnen

Bevor wir auf die coolen Sachen eingehen (also was man mit einem Wärmebild alles anstellen kann), gibt’s noch was Wissenswertes über DJI: Zum Beispiel, dass das Unternehmen eigentlich DJI Innovations heißt. Es ist das weltweit erfolgreichste Unternehmen für die Entwicklung und Herstellung von unbemannten Luftfahrzeugen (unmanned aerial vehicel – UAV), also auch Quadrocoptern bzw. Drohnen, zur Luftbildfotographie. Gegründet wurde es 2006 in China von Frank Wang, welcher das Technologieunternehmen bis heute leitet. Angepasst an den immer weiter expandierenden Markt und das Geschäft mit UAV’s, bietet DJI seinen Kunden eine Vielzahl an hochwertigen, technologischen Produkten für die Luftbildfotografie. Zu diesen gehören Quadrocopter, Zubehör für Kameradrohnen und Gimbals (Vorrichtungen zur Bildstabilisierung). Auch Software- und Funktionstechnisch ist DJI Vorreiter: Dank DJI können wir nun auch die Vorteile genießen, die bis dato dem Militär und der Polizei vorbehalten waren: Autonome Flüge, starke Vernetzung und mehr „Intelligenz! – und jetzt auch noch Wärmebilder.

Und warum eine Wärmebildkamera für Drohnen?

Weil es Käufer lockt – das muss man natürlich ganz klar sagen. Für DJI liegt darin der Hauptgrund, überhaupt eine solche Drohne bzw. Kamera auf den Markt zu bringen. Kameradrohnen werden auf sehr unterschiedlichen Gebieten eingesetzt. Sie sind bei Privatpersonen sehr beliebt, sind allerdings auch industriell und kommerziell von sehr großem Nutzen. Auf vielen wissenschaftlichen Gebieten werden Drohnen so verstärkt eingesetzt, da sie anderen Flugobjekten gegenüber viele Vorteile bieten. Sie sind relativ klein, einfach zu steuern und fliegen nur durch den Piloten vom Boden aus gesteuert oder aber autonom. Dadurch können sie aus der Luft von Objekte in allen möglichen Perspektiven Bildaufnahmen machen und außerdem auch in Gefahrengebieten fliegen. Sie können dort Bildmaterial aufnehmen, weil keine Menschen durch den Einsatz gefährdet werden (für Privatpersonen natürlich nur bedingt von Nutzen). Zudem sind Drohnen im Vergleich zu beispielsweise Hubschraubern sehr günstig. Man muss sich das einmal vorstellen: Bis vor ein paar Jahren waren Luftaufnahmen unglaublich teuer, da immer ein Helikopter mit in die Luft musste! Heute kann ein Jeder Luftaufnahmen machen.

Nochmal: Warum denn ein Wärmebild?

Wärmebildkameras oder Thermalkameras empfangen mithilfe der Aufnahmen von Infrarotstrahlung aus der aufgenommenen Umgebung Wärmestrahlung, welche für das Auge eigentlich nicht sichtbar ist. Wärmestrahlung geht von praktisch jedem Objekt aus – je nach Temperatur aber unterschiedlich viel. Die von der Kamera erfasste Strahlung wird dann bildlich dargestellt und ermöglicht es, die unterschiedlichen Intensitäten der Wärmestrahlung von Objekten oder Personen auf den aufgenommenen Flächen zu erkennen.

Suchaktion oder Rettungsaktion

Wärmebildaufnahmen aus der Luft - Suchaktion oder RettungsaktionWärmebildkameras werden zum Beispiel bei Rettungs- oder Suchaktionen eingesetzt: sie können schnell große Gebiete überfliegen und in ihren Aufnahmen werden die unterschiedlichen Wärmestrahlungen in diesem deutlich. Diese Auffälligkeiten deuten beispielsweise dann auf eine vermisste bzw. gesuchte Person hin. Auch Tiere können mithilfe von Wärmebildkameras beobachtet und erforscht werden. Das kann in der Tat auch im Privatbereich von Nutzen sein – beim Suchen der im Wald oder auf dem Land verschollenen Katze zum Beispiel, oder weil die Kinder mal wieder unerlaubt zum nächsten Festival spaziert sind.

Inspektion

Wärmebildaufnahmen aus der Luft - InspektionAuch nützlich für private Anwender: Bei der Inspektion von Gebäuden oder technischen Anlagen werden Geräte mit Infrarotstrahlung genutzt, um mögliche Schäden, beispielsweise an Photovoltaikanlagen oder Stromleitungen, zu erkennen und reparieren zu können. Auch kann man nun selbst erkennen, wo denn die meiste Energie (Wärme) am Haus verloren geht. Sehr wahrscheinlich werden beim Haus zum Beispiel die Fenster roter leuchten, als die Wand. Außerdem helfen Wärmebildkameras bei der Erkennung von Brandherden und der Bekämpfung von großen Bränden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Für alle diese und noch viele weitere Bereiche, ist der Einsatz von Drohnen als Träger der Kameras sinnvoll und kann die bislang vorhandenen Möglichkeiten erweitern und Fortschritte bringen. Grundsätzlich sind wir dazu geneigt, unseren Lesern einmal zu raten, Wärmebilder live zu sehen – die Welt tauch sofort in ein völlig anderes Licht. Das ist schon eine Erfahrung wert! Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, aber nicht das Geld für eine Zenmuse XT aus dem Ärmel schütteln kann (was wohl die meisten hier sind), dem können wir ans Herz legen, sich die Drohne evtl. einmal auszuleihen oder beim Flug dabei zu sein – es ist wirklich eine einschneidende Erfahrung, die Welt einmal so zu sehen, wie wir sie eigentlich nicht sehen können. Eine andere Möglichkeit wäre, einfach noch etwas zu warten, bis die virtuelle Realität ihren Vormarsch ausgebaut hat – dann ist Thermal nur einen Klick entfernt.

Das Modell DJI Zenmuse XT

Bislang gab es kaum Unternehmen, welche Wärmebildkameras für Drohnen angeboten haben. Es war dadurch kaum möglich, Wärmestrahlung mithilfe einer Drohne aus der Luft zu messen, weil es keine kompatiblen Kameras gab und eine eigenständige Umrüstung der Drohne sehr schwer war. Dieser Umstand wird nun durch die DJI Zenmuse XT – Wärmebildkamera behoben. Bei dem neuen Modell des Technologieunternehmens DJI handelt es sich um eine Wärmebildkamera, welche an Drohnen befestigt werden kann.

Genaueres zur Kamera

Entwickelt wurde die Kamera für ein eigenes Quadrocoptermodell des Unternehmens, den Inspire 1. Sie ist mit diesem oder dem Quadrocopter DJI Matrice M100 kompatibel. Die enthaltene Technik der Kamera stammt vom bekannten Unternehmen FLIR Systems, welches sich auf Wärmebildkameras und Thermalkameras spezialisiert hat und weltweit sehr bekannt ist. Die von FLIR Systems gelieferte, hochprofessionelle Wärmebildtechnik wird mit der Drohnentechnik von DJI verknüpft – das Endprodukt, die DJI Zenmuse XT, enthält also von beiden Seiten nur von Spezialisten entwickelte, hochwertigste Technologien, welche bestmöglich verbunden wurden. FLIR kennen Soldaten oder Militärangehörige (aber auch Zocker und deren Kumpels) vielleicht von den Wärmebildvisieren der Gewehre – oder auch von der Thermalsicht im Panzer.

Montage und Umrüstung

Die Zenmuse XT kann mit dem Inspire 1 oder der Matrice 100 verwendet werden.

Die Zenmuse XT kann mit dem Inspire 1 oder der Matrice 100 verwendet werden.

Montiert wird die Kamera mit dem Gimbal an dem gewünschten Modell. Dieser Vorgang ist unkompliziert durchzuführen. In der Luft kann die Kamera durch das DJI Lightbridge, einen einfachen HD Video-Downlink, die aufgenommenen Bilder indirekt an ein elektronisches Empfangsgerät übertragen. So können die Aufnahmen direkt live angesehen werden. Das Drohnenmodell Inspire 1 hat eine maximale Flugzeit von 22 Minuten, das Modell DJI Matrice M100 kann maximal 35 Minuten in der Luft bleiben.

DJI Inspire 1 Preise am 28.05.2017

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* Zuletzt aktualisiert am 28.05.2017 um 20:22 Uhr. Wir weisen jedoch darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Es gibt zwei verschiedene Ausführungen:

Die DJI Zenmuse XT ist in zwei verschiedenen Modellen erhältlich. Je nach Modell unterscheiden sich die Bildanzahl pro Sekunde und die Bildauflösung. Letztere beträgt je nach Modell 640 x 512 Pixel oder 336 x 256 Pixel, was für eine Wärmebildkamera, welche zu den bereits als Beispiel genannten Anwendungsmöglichkeiten genutzt wird, gut ist und definitiv ausreicht. Außerdem unterscheiden sich die Modelle nach Frameraten, Zoomeinstellungen (beide Modelle habe 2- und 4- fachen Digitalzoom, das 640er Modell dazu auch 8-fachen Zoom) und Temperaturmessbereich. Das 640er Modell misst Temperaturen von -25°C bis 135°C, das 336er Modell -25°C bis 100°C. Je nach Anwendungsgebiet können sich die Anforderungen an die Objektive einer Kamera unterscheiden. Für die DJI Zenmuse XT Wärmebildkamera stehen mehrere unterschiedliche Objektive zur Verfügung.

Lust auf Thermal-Sicht bekommen?

Voraussichtlich wird das erste Modell der Wärmebildkamera im ersten Quartal des Jahres 2016 auf den Markt kommen. DJI hat sich bislang noch nicht über einen möglichen Preis geäußert. Es ist aber anzunehmen, dass dieser einem guten Preis- / Leistungsverhältnis entsprechen wird. Drohnen mit Wärmebildkameras auszustatten dient in vielerlei Hinsicht natürlich kommerziellen Zwecken. Durch die geringe Größe, vorteilhafte Ausstattung mit mehreren Motoren und Propellern und die Steuerung der unbemannten Drohne vom Boden aus, und die verhältnismäßig geringen Anschaffungskosten bieten Kameradrohnen eine Vielzahl an Vorteilen und können in vielen Bereichen Vorgänge beschleunigen oder sogar ganz neue Möglichkeiten bieten. Die DJI Zenmuse XT ist das neue Modell von DJI und kombiniert spezielle Wärmebildtechnologie von FLIR Systems mit der Unternehmenseigenen (Kamera-) Drohnentechnologie. Das Ergebnis ist eine durch den Gimbal einfach an einem der beiden kompatiblen Drohnenmodellen zu installierende Kamera, mit welcher man die aufgenommenen Bilder in Echtzeit auf dem Empfangsgerät mitverfolgen kann.

Es ist wieder ein weiterer Schritt in der Drohnentechnologie, welcher vielen unterschiedlichen Unternehmen und Innovationen in Zukunft bei ihren Aufgaben deutlich weiterbringen wird.

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