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Multicopter

Vergleich: Yuneec Q500 4K vs. DJI Phantom 3 Professional

Woran unterscheiden sich die beiden? Welche soll ich kaufen? Ist die Kamera gut genug für mich? Die beiden unterscheiden sich allerdings einzig und allein in der maximalen Auflösung der Videoaufnahmen.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 20.03.2017

Um den Vergleich zwischen diesen beiden doch sehr ähnlichen Quadrocoptern möglichst übersichtlich zu machen, haben wir mehrere kurze Tabellen mit den wichtigsten Daten zusammengestellt. Natürlich findet sich nach diesen auch das entsprechende Fazit.

Maße und Daten im Vergleich

Technische DatenYuneec Q500 4K TyphoonDJI Phantom 3 Professional
Diagonale (inkl. Propeller)565 mm350 mm
Gewicht (ohne Akku und Nutzlast)1130 Gramm915 Gramm
Akku5400 mAh, 11,1 V LiPo4480 mAh, 15,2 V LiPo 4S
Fernsteuerung10 Kanal 2,4 GHz mit Video-Downlink (5,8 GHz)2,4 GHz bis 2,483 GHz mit Halter für Mobilgerät
Max. Flughöhe122 m über Boden120 m über Startpunkt (Boden)
Betriebstemperatur-5 °C bis 80 °C0 °C bis 40 °C
Max. Sinkgeschwindigkeit2 m/s3 m/s
Max. Fluggeschwindigkeit10 m/s16 m/s (im ATTI Mode ohne Wind)
Max. Flugzeit25 Minuten23 Minuten
Reichweite (Fernbedienung)400 m (CE) oder 800 m (FCC)Bis zu 2000 Meter
Preistemplate not found: 27099template not found: 27099

Auf den ersten Blick fällt schnell die Größe auf: Der Yuneec ist deutlich größer als der Phantom 3 Professional und auch etwas schwerer. Dank des größeren Akkus und der geringeren Leistung (bzgl. Fluggeschwindigkeit usw.) fliegt er aber länger. Wie bereits in Klammer erwähnt ist der Phantom 3 Professional doppelt so schnell und liegt auch was die Sinkgeschwindigkeit betrifft klar im Vorteil. Die maximale Flughöhe ist bei beiden fast gleich und je per Software begrenzt. Soweit die wesentlichen technischen Unterschiede der beiden Drohnen bzw. Quadrocopter.

Eins haben wir vergessen – und das ist besonders interessant: Der Einsatztemperaturbereich des Yuneec übersteigt den des DJI um mehr als das doppelte und geht auch in die Minusgrade. Scheinbar wurden beim Yuneec demnach Bauteile nach gewerblichem bzw. industriellen Standard verbaut. Das wird uns später ebenso positiv auffallen wie der geringere Preis.

Unterschiede der Kamera

Technische DatenYuneec Q500 4K TyphoonDJI Phantom 3 Professional
Blickwinkel115°94°
Video Auflösung4K mit 25 fps, 2,7K mit 30 fps, FullHD mit max. 120 fps4K mit 25 fps, FullHD mit max. 60 fps, HDready mit max. 60 fps
Foto Auflösung12 Megapixel12,4 Megapixel
Unterstützter MassenspeichermicroSD Class 10 von 4 bis 128 GBmicroSD Class 10 (oder UHS-1) mit max. 64 GB
Betriebstemperatur-10 °C bis 50 °C0 °C bis 40 °C

Hinsichtlich der Kamera kann der Blickwinkel erwähnt werden, der ist bei der Typhoon etwas weiter. Die Typhoon kann zudem Full HD mit 120 fps aufnehmen – das ist mitunter schon ein großer Vorteil, denn damit sind schon halbwegs brauchbare Zeitlupenaufnahmen machbar. Die Betriebstemperatur war angesichts der des Fluggeräts zu erwarten.

Wichtig: Die Reichweite

Ein doch recht gravierender Unterschied besteht neben der Betriebstemperatur auch in der Reichweite der Fernbedienung. Beim Yuneec beträgt die Reichweite mit CE Standard (Deutschland) ca. 400 Meter. Maximal wären 800 Meter möglich, dann muss man den Yuneec Q500 4K aber im Ausland kaufen – in Frankreich beispielsweise. Hier gilt die FCC Compliance.

DJI wiederum kann in jedem Fall eine Reichweite von bis zu 2000 Metern garantieren, insofern nichts Anderes zwischen Sender und Drohne ist als die Luft draußen. Das verwundert angesichts des höheren Temperaturbereichs beim Yuneec, kann aber auch leicht damit erklärt werden, dass der Yuneec nicht so agil und schnell ist wie die DJI Phantom 3 Professional. Das heißt, dass man mit ihm nicht so schnell und einfach aus dem Flugbereich kommt wie mit der DJI Drohne.

Lieferumfang

Alleine was den Lieferumfang betrifft hat der Yuneec eindeutig mehr zu bieten: Er kommt mit funktionsreicher Fernbedienung (inkl. Display und allem was dazu gehört) und Handgimbal. Beim Phantom hingegen ist die Fernbedienung ohne Smartphone praktisch auf die Grundlagenfunktionen beschränkt, dazu aber mehr im folgenden Abschnitt.

Steuerung

Der Phantom 3 Pro hat wie bereits angeklungen eine abgespeckte Fernbedienung, die erst durch ein Mobilgerät (iPad, iPhone, Android Phone, …) zur vollwertigen Kontrollstation wird. Braucht man ein solches Mobilgerät, beispielsweise, weil man kein Smartphone hat oder in Besitz eines Windows Phone, BlackBerry oder eines Ubuntu Phone ist – dort gibt es die DJI GO App nicht – dann kommen zum ohnehin schon höheren Preis noch weitere Kosten auf einen zu. Doch insbesondere mit dieser App zeigt sich die DJI Phantom 3 Pro was das Fliegen angeht von einer besseren Seite als die Typhoon – intuitive Steuerung, optische Positionsbestimmung und vieles mehr. Der Typhoon hat hier dann eindeutig das Nachsehen: Die Steuerung ist schwerer zu bedienen. Der Grund liegt einerseits im durchschnittlich schlechteren Display (natürlich trotzdem immer noch gut) als beim Smartphone und in der weniger ergonomischen Software.

Flugverhalten

Interessant ist auch das Flugverhalten, bisher sind wir darauf nur stellenweise kurz eingegangen. Betrachtet man das Flugverhalten einmal konkreter, fällt auf, dass die Größe und das höhere Gewicht des Yuneec ein doch spürbares Stabilitätsplus zum Resultat haben. Das wird jedoch insbesondere beim Kameraflug wieder gedrückt, denn die Kamera hängt nicht mittig, wodurch sie bei Wind einen größeren Hebel bietet als beim Phantom – dennoch fliegt die Yuneec Typhoon größtenteils, für den normalen Piloten beim Kameraflug fast unmerklich, ruhiger. Ohne Kamera ist der Unterschied dann deutlicher.

Service

Wir können den Service bei Yuneec und DJI natürlich nur subjektiv abschätzen. Reflektiert man die verschiedenen Meinungen in den diversen Foren über Drohnen, so merkt man recht schnell, dass die Serviceleistungen von DJI mitunter zu wünschen übrig lassen. Yuneec scheint hier die Nase vorn zu haben. Derartige Bewertungen sollte man jedoch mit Vorsicht genießen, zumal Meinungen im Internet nicht immer genau die Realität wiederspiegeln – manchmal ist sie doch sehr verzerrt. Wir raten deshalb dazu, beim Kaufentscheidung den Service nur geringfügig in die eigene Bewertung mit einfließen zu lassen.

Verarbeitung und Wertigkeit

Wie auch der Service ist die Verarbeitung der beiden Drohnen etwas, dass mehr oder weniger subjektiv eingeschätzt werden muss, da zum Beispiel die Spaltmaße von Charge zu Charge variieren können. Beschränken wir uns aber auf die Konstruktion und die Materialien, kann man aussagekräftige Bewertungen treffen: In der Tat schenken sich die beiden Modelle nichts. Beide Drohnen bestehen aus Kunststoff und fühlen sich wertig an – in der Hand ebenso wie beim Fliegen, wobei der Yuneec dank größerer Rotoren jedoch etwas leiser und damit „wertiger“ fliegt.

Welche ist nun besser?

Pauschal kann nicht gesagt werden, welche Drohne jetzt besser oder schlechter ist. Es kommt ganz einfach auf den Nutzer und insbesondere auf dessen Erwartung bzw. auf den Einsatzzweck an. Im Folgenden ein paar einfache Fallbeispiele inkl. Empfehlung:

Hohe Agilität: Wenn schnelle Aufnahmen, beispielsweise während einer Radtour (oder schneller) gemacht werden müssen, im Extremfall auch noch im Gebirge, dann wäre der Phantom 3 Pro von DJI dank der hohen Agilität wohl die beste Wahl. Es gibt hier aber eine Ausnahme:

Skifahren: Das Paradebeispiel welches eine hohe Agilität fordert, kann von der Phantom 3 Professional leider nicht zuverlässig bedient werden – denn die Einsatztemperatur fängt erst bei 0 °C an! Manchmal reicht das zwar, doch im Winter und im Wintersport wäre daher ebenso wie in der Wüste oder anderen heißen Regionen der Typhoon 4K Q500 von Yuneec besser als die Phantom 3.

Rundum-Sorglos-Paket und niedriger Preis: Wer möglichst preiswert Kopterpilot werden will der kommt ebenfalls nicht um die Typhoon 4K herum – genauso wenig derjenige, der nicht noch sein Smartphone mitnehmen will, sondern ein Komplettpaket schätzt.

Weit weg: Wer seine Drohne mal weiter weg von sich fliegen will (zum Beispiel über einen größeren See), der wählt besser die DJI Phantom 3 Professional – die hat mit 2000 Metern eine um 1600 Meter (bzw. 1200 Meter bei FCC) größere Reichweite.

Keine Panik: Beides sind gute Drohnen

Der ein oder andere möge jetzt vielleicht denken „Hey, ich habe die Phantom 3 Pro, verdammt, der Typhoon ist ja viel besser!“ oder „Was? Ich hätte doch lieber die Phantom“. Wir können hier nur erklären, dass ein Vergleich der beiden Modelle eigentlich einem Vergleich zweier sehr ähnlicher Mittelklassewagen von BWM und Mercedes gleichzusetzen ist – man wird mit beiden Autos glücklich. Die Freude am Kopterfliegen ist also jedem gewiss, ganz gleich ob mit DJI Phantom 3 Professional oder Yuneec Typhoon 4K Q500.

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