Registrierungspflicht für Drohnen auch in Deutschland

Registrierungspflicht für Drohnen auch in Deutschland

In den USA gibt es das bereits: Eine Registrierungspflicht für Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm. Zu Beginn der Änderung war die Registrierung kostenfrei – jetzt nicht mehr. Die Kosten belaufen sich inzwischen auf 5 Euro. Außerdem darf die Drohne maximal 25 Kilogramm wiegen. Eine Lizenz gilt für 3 Jahre und muss dann erneuert werden. Die Registrierung beinhaltet die Angabe von identifizierenden Daten – so dass der Kopterpilot stets mit der Drohne in Verbindung gebracht werden kann.

Keine Panik: Noch keine Registrierungspflicht

In Deutschland gibt es so etwas noch nicht – aber es ist nur noch eine Frage der Zeit. Eigentlich fragt man sich ohnehin, warum es eine solche Vorschrift in Deutschland nicht schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab – denn bezüglich Bürokratie ist Deutschland ja gut dabei. Doch die Ministerien haben den Trend wohl etwas verschlafen und wollen jetzt dem Beispiel der USA folgen: Mit einer Registrierungspflicht für Drohnen ab 0,5 kg.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Berater haben erkannt, dass von Drohnen ein gewisses Gefahrenpotential ausgeht. Mit diesem Risiko musste man sich angesichts des steigenden Trends des Drohnenmarktes auseinandersetzen. Abstürze und Kollisionen kommen eben vor und bei Schäden muss stets der Verantwortliche zu finden sein. Außerdem soll die neue Vorschrift den Schaden sogar vermeiden: Deshalb kommen mit der Registrierungspflicht weitere Beschränkungen, wie beispielsweise eine Flughöhenbeschränkung auf unter 100 Meter. Zudem ist der Einsatz von zivilen Drohnen in Wohngebieten, über Menschenmengen, Bundesstraßen, Eisenbahnen, Industrieanlagen, Unglücksorten oder Einsatzorten der Polizei verboten – also falls das alles in Kraft tritt. Und das wird es. Es ist bloß eine Frage der Zeit und des Ausmaßes. Ach ja: Natürlich darf der Drohnenflieger seine Drohne im Rahmen dieser eventuellen Vorschrift auch nur auf Sicht lenken. Das spielt den vielen FPV-Fliegern nicht gerade in die Arme.

Warum das alles?

Nun, in der Tat: Unabhängig von den ganzen Gebühren und dem hohen bürokratischen Aufwand macht eine solche Registrierungspflicht ja durchaus Sinn: Unverantwortlich fliegende Kopterpiloten werden so an der kurzen Leine gehalten.

Wird es wirklich so wie in den USA kommen?

Nein, definitiv nicht. Aber es wird so ähnlich kommen. Man muss nur etwas in der Geschichte zurückgehen: Damals wurde das Auto erfunden. Kurze Zeit später baute sich um die Autoindustrie – oder besser, um die Autobesitzer – ein gigantischer Verwaltungsapparat auf. Drohnen werden in etwa dieselben Reglements bekommen, wie Autos. Wahrscheinlich noch strenger. Soll heißen: Ja, auch Nummernschilder für Drohnen sind ebenso wie eine TÜV-Plakette durchaus denkbar. Wenn wir Glück haben, wird die Digitalisierung aber für etwas Vereinfachung sorgen und den Verwaltungsapparat etwas entschlacken – dann muss man vielleicht nicht stundenlang vor der Zulassungsbehörde anstehen nur damit ein Mitarbeiter auf den Fluggeräteschein der Drohne schaut und dann die entsprechenden Kreuze in irgendeinem System setzt. Vielleicht geht das ja auch alles von zu Hause aus und vielleicht sogar ganz ohne finanzielle Kosten (so ein ganz kleiner Hoffnungsschimmer am Rande ist doch immer gut).