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Notwendigkeit eines Drohnenführerscheins in Deutschland

Grundsätzlich ist ein so genannter Drohnenführerschein in Deutschland nicht für das Steuern von Drohnen vorgeschrieben und der Besitz keine Pflicht. Eine Drohne mit einem Gewicht von bis zu 25 Kilogramm darf in Deutschland normalerweise jede Privatperson besitzen und mit einer ausreichenden Versicherung auch in die Luft lassen. Dazu sind absolut keine Vorkenntnisse mit Drohnen oder ähnlichen Flugmodellen notwendig.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 24.03.2017

Ein Blick in Länder, in welchen die Technologie der Drohnennutzung bereits weiter fortgeschritten ist und in denen auch mehr Privatpersonen Drohnen besitzen und nutzen, zeigt jedoch, dass diese immer mehr mit unerwünschten Zwischenfällen zu kämpfen haben. Als Resultat auf diese Zwischenfälle soll die Nutzung von Multicoptern jetzt stärker kontrolliert werden. Viele weitere Vorschriften sind bereits festgelegt bzw. noch in der Kontroverse – könnte ein Drohnenführerschein auch in Deutschland bald zu diesen zählen?

Die jetzige Situation in Deutschland – Wie ist das mit einem Drohnenführerschein?

Bislang braucht man für das Fliegen einer Drohne, welche maximal ein Gewicht von 25 Kilogramm hat, weder eine Aufstiegserlaubnis noch einen Drohnenführerschein. Wenn man allerdings vor dem ersten selbstständigen Flug einer Drohne Flugpraxis erwerben möchte, ist dies möglich. Hierzu bieten viele private Anbieter Workshops an oder auch die Möglichkeit Flugstunden zu nehmen.

So etwas wie einen Führerschein für Drohnen gibt es jedoch tatsächlich auch schon. Bei den meisten Anbietern wird die erfolgreiche Teilnahme an einem Workshop durch das Erlangen eines „Flugschulungsnachweises“ ausgezeichnet. Diesen kann man bei dem zuständigen Luftfahrtamt (in der Regel im Bundesland in dem man seinen Wohnsitz hat) einreichen, wenn man zum Beispiel eine Aufstiegsgenehmigung für seine Drohne benötigt oder erwerben möchte.

Workshops, an welchen man für einen solchen „Flugschulungsnachweis“ teilnehmen kann, gibt es in der Regel in verschiedenen Kategorien – je nachdem ob man noch nie eine Drohne gesteuert hat, bereits Flugerfahrungen besitzt oder schon viele Erfahrungen hat und sich nur noch etwas weiterbilden und sein Können erweitern möchte.

Und wie sieht es in der Zukunft aus?

Aktuell gibt es wieder Diskussionen über neue Vorschriften zur Nutzung von Drohnen. Grund dafür sind der immer weiter expandierende Markt sowie vor allem auch die zivile Sicherheit von Privatpersonen, aber auch der Schutz von öffentlichen Institutionen.

Dass zum jetzigen Zeitpunkt jede Person die Möglichkeit hat, eine Drohne zu fliegen, wird von den meisten Verantwortlichen kritisch gesehen. Vor allem werden baldig kommende Regelungen jedoch gewerbetreibende Person betreffen. Darunter fallen zum Beispiel Fotografen, welche Drohnen für professionelle Film- und Fotoaufnahmen nutzen. Diese werden in Zukunft eine Prüfung ablegen müssen, in welcher sie fliegerische und luftrechtliche Kenntnisse nachweisen sollen. Wer diese Prüfung dann besteht, wird den Drohnenführerschein erhalten und weiterhin für seine gewerblichen Zwecke Drohnen nutzen können.

Ausgestellt wird dieser Führerschein vom Bundesamt für Luft- und Raumfahrt. Wann genau diese neuen Regelungen in Kraft treten werden, ist bislang noch allerdings noch unklar.

Noch ist der Drohnenführerschein in Deutschland keine Pflicht: doch er ist bereits in der Diskussion und wird in Zukunft auch zumindest für das Steuern von Drohnen auf gewerblichen Gebieten Pflicht sein. Vor allem wenn man noch absolut gar keine Flugerfahrung gemacht hat, ist die Teilnahme an Flugstunden oder einem Drohnen – Workshop zudem sicherlich nie verkehrt, besonders weil dabei auch wertvolle neue Erfahrungen gesammelt werden und das eigene Können enorm erweitert werden kann.

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