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Lufttaxi – chinesischer Hersteller entwickelt Personentransportdrohne

Ehang, ein chinesisches Unternehmen, hat jüngst eine Drohne entwickelt, die einen Passagier mitnehmen kann. Ihr Ziel fliegt sie autonom an – quasi wie ein autonom fahrendes Auto, bloß eben auf dem Luftweg. Der Name der Drohne: 184 AAV.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 21.03.2017

Der Hersteller bezeichnet die Personentransportdrohne als autonomes Luftfahrzeug (engl. „Autonomous Aerial Vehicle“, kurz: AAV). Im Grunde handelt es sich dabei um einen (größeren) Octocopter mit vier Auslegern, an welchen je zwei Rotoren befestigt sind. Zusammen mit der geschlossenen Fahrerkabine wiegt das Fluggerät 200 kg und kann 100 kg transportieren. Da die Rotorarme eingeklappt werden können, passt das AAV dank der geringen Maße auf einen ganz normalen Parkplatz.

So sieht die Ehang 184 AAV aus.

So sieht die Ehang 184 AAV aus. (Bild: Ehang)

Steuerung

Die Bedienung der Drohne soll intuitiv und einfach sein: In der geschlossenen Kabinen nimmt der Fahrgast zunächst Platz und wählt sodann über eine entsprechende Applikation auf seinem Mobilgerät sein Ziel. Mehr muss er nicht tun: Die 184 AAV fliegt autonom zu diesem Ziel. Mit einer Akkuladung schafft die Drohne eine Flugdauer von 23 Minuten bei einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 100 km/h. Die maximale Flughöhe beträgt 3,5 km. Gerade aufgrund der hohen Geschwindigkeit und der hohen Flughöhe gibt es natürlich ein allgemeines Bedenken in punkto Sicherheit. Doch der Hersteller Ehang versichert, dass die Drohne redundant aufgebaut sei. Das bedeutet, dass bei einem Systemausfall ein zweites System einspringen kann. Flugzeuge werden nach dem selben Konstruktionsprinzip gebaut.

Kontrollzentrum bündelt die Informationen

Der Hersteller hat desweiteren vor, Kontrollzentrum zu errichten. Denkbar wären so Flugnetzwerke in Städten oder auch auf dem Land, in welchen die AAVs in ständigem Kontakt mit der entsprechenden Bodenstelle im zentralen Kontrollzentrum stehen. Das dort arbeitende Personal überwacht dann die Flüge und muss im Idealfall gar nichts tun, da ja alles autonom funktioniert. Wenn es doch zu einem Problem kommt, ist das Kontrollzentrum jedoch einsatzbereit – ein solches Problem kann beispielsweise das Wetter sein: So muss die Kontrollstelle verhindern, dass die 184 AAV bei Gewitter oder Sturm losfliegt.

Baldige Marktreife – baldiger Erfolg?

In bereits wenigen Monaten ist die 184 AAV marktreif und soll zunächst in China erhältlich sein. Der primäre Fokus liegt dabei auf dem Einsatz der Drohne als Taxi. Denkbar ist das nicht nur auf dem Land oder in der Stadt, sondern beispielsweise auch zur Anbindung von Inseln an das Festland. Nach der Markteinführung in China sollen Neuseeland, die USA und ausgewählte europäische Länder folgen – so zumindest die Aussage des Herstellers. Angesichts der rechtlich noch nicht geklärten Lage dürfte die Einführung (insbesondere in Deutschland) jedoch noch etwas auf sich warten lassen.

Ehang 184 AAV Preis

Das wichtigste am Ende: Die meisten wird wohl der Preis eines solchen wichtig interessierten und laut Unternehmensangaben liegt er zwischen 200.000 und 300.000 Dollar (US). Schon alleine deshalb ist die Massentauglichkeit in Frage zu stellen – auch beim Einsatz als Taxi.

Unsere Meinung:

Natürlich haben wir in dieser Meldung bereits unsere Meinung einfließen lassen. Um Sie doch einmal deutlich zu konstituieren: Die Idee dahinter ist gut und im Grunde nichts Neues, denn im Zuge der weiteren Entwicklung werden fliegende Autos – oder etwas Ähnliches zumindest – irgendwann einmal Gang und Gäbe sein. Massentauglich ist die Transportdrohne jedoch nicht, insbesondere nicht in Städten. Das liegt schon daran, dass die Rotoren unten befestigt sind, wodurch auf jeden Fall speziell abgesicherte Landeplätze nötig sind. Wie bereits erwähnt werden auch die rechtlichen Vorgaben einige Probleme bereiten und mindestens die Kosten in die Höhe treiben. Dennoch sehen wir das als weiteren Schritt in Richtung Autonomie und Zukunft im Transportwesen.

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