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Multicopter

Hover Camera: Fliegende Selfie-Kamera zum Aufklappen

Beitrag zuletzt aktualisiert am 04.03.2017

Selfiedrohnen gibt es inzwischen viele. Kleine Hersteller sind im Markt genau wie die Marktführer. Sogar Parrot hat für seine inzwischen etwas ältere Drohne ein Update mit entsprechender „Follow Me“ Funktion herausgebracht.

Kurzum: Die Selfiedrohne ist kein anlaufender Trend mehr. Sie ist im Markt angekommen.

Eine weitere Selfiedrohne ist doch nicht der Rede wert, oder? In diesem Fall schon. Der neue Quadrocopter „Hover“ ist nämlich quadratisch. Und aufklappbar.

Wie das funktioniert?

Die Propeller und Motoren sind besonders flach und von einem Gitter umhüllt. Dieses umschließt die Propeller oben, unten und seitlich. Im Grunde hat Hover einen Käfig um seine Propeller. Da das Gitter allerdings viele Lücken hat und so einiges an Freiraum bietet, kann der Auftrieb und Flug immer noch super geschehen.

Dieser Käfig ist einmal links und einmal rechts vom Körper des Copters angebracht. Da Hover eine Selfiedrohne ist, macht sie auch Anfängern das Fliegen leicht. So ist der Propellerschutz kein eigenes Bauteil, sondern fest verbaut. Das dürfte auch einige Anfängerfehler verzeihen.

Faltbare Drohnen sind nichts Neues. Hover Camera macht das ganze jedoch ein wenig anders. Die beiden Seiten des Quadrocopters lassen sich hochklappen, sodass man das Quadrat auf ca. die Hälfte seiner Größe halbiert. Die Drohne passt so ganz ohne weitere Verpackung ohne Probleme in fast jede Umhänge- und Handtasche und so gut wie jeden Rucksack.

Ein weiterer Vorteil: Man kann Hover direkt aus der Luft greifen und zusammenklappen. Ohne Gefahr zu laufen, in Propeller zu greifen.

Was kann Hover Camera?

Wie jede vernünftige Selfiedrohne bringt auch Hover einen automatischen Follow Me Modus mit. Schön ist, dass dieser auf optischer Erkennung basiert, nicht GPS. So wird das Ganze deutlich genauer als die entsprechenden Funktionen vergleichbarer Drohnen.

Der Hersteller bietet den Piloten hier sogar zwei Optionen. Zum einen kann Hover Körper erkennen und auf Befehl verfolgen. Die zweite Möglichkeit sieht man eher selten: Per Gesichtserkennung kann der Copter ein bestimmtes Gesicht immer im Fokus behalten. Eine wahre Selfiedrohne also.

Eine weitere Option ist „Orbit“. Hier braucht man nicht viele Worte verlieren: Der Copter fliegt in Kreisen um das Zielobjekt und filmt dabei.

Ähnlich, aber nicht gleich ist der 360 Spin Modus. Hier könnte man noch weniger sagen, der Name verrät schon die Funktion. Die Drohne dreht sich auf der Stelle, um die ganze Umgebung aufzunehmen. Panoramabilder oder ein Eindruck der gesamten Umgebung machen somit extra viel Spaß.

Kontrolliert wird der Copter per Smartphone oder Tablet und passender App.

Das Technische des Hovers

Mit einer 13 Megapixel Kamera für Fotos und 4K Video ist Hover nicht schlecht aufgestellt und erfüllt die Standards der Industrie. RAW Fotos können nicht gemacht werden, was bei Selfiedrohnen aber eh eher unwichtig ist.

Viel interessanter ist hier die Akkulaufzeit. Wer eine „immer-dabei Drohne“ haben möchte, will auch eine „immer-verfügbar Drohne“ haben. Hier enttäuscht der neue Quadrocopter ein wenig. Nur zehn Minuten Flugzeit sorgen dafür, dass man sehr sparsam mit der verfügbaren Akkuleistung umgehen muss. Eine so kurze Laufzeit ist auf Ausflügen eher unpraktisch.

Erfreulich ist jedoch der Lieferumfang: Neben der Drohne ist noch folgendes Zubehör enthalten: Ein Schutz Case, dass Hover weiter vor Schäden bewahrt samt Tasche für einfachen Transport. Eine Schlinge für das Case, die das Tragen entspannt gestaltet ist ebenfalls mit dabei. Der Rest ist bei den meisten anderen Coptern auch dabei, der Gesamtheit halber aber nochmal aufgeführt: USB Kabel, ein Satz Ersatzpropeller, Akku, Ladegerät und Adapter sowie eine Bedienungsanleitung.

Lohnt sich das?

Im Internet findet man die Drohne ab 549 Dollar, der Hersteller selbst bietet sie für 599 Dollar an. Gerade durch das quadratische Design dürfte der Komfort herausragend sein und für unerfahrene Piloten bestens geeignet. Ein wenig schade ist die geringe Flugzeit. Dafür bietet Hover aber verschiedene interessante und unkomplizierte Modi. Diese versprechen spektakuläre Kamerafahrten auch für Amateure.

Sicherlich nichts für Profis. Fürs Bildermachen auf Ausflügen und als Begleiter auf Abenteuern aber sicher eine gute Wahl. Mit einem zweiten Akku noch besser.

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