DroneTracker 2.0 – Jetzt mit WiFi-Scanner und erhöhter Reichweite

Dedrone hat den DroneTracker in Version 2.0 vorgestellt. Der Tracker ist nun mit einem WiFi-Scanner ausgestattet und kann eine höhere Reichweite abtasten. In zweiter Generation ist der DroneTracker 2.0 noch schneller als sein Vorgänger und kann effizienter bedient werden. Im Gegensatz zu Zeiten von Version 1.0 ist Dedrone noch einen Schritt weiter gegangen und bietet auf seiner Internetpräsenz nun auch aktive Drohnenabwehr Tools von Drittanbietern an. Momentan beschränkt sich das auf einen Funk-Jammer.

Neue Software und genauere Messwerte

Eine neue Software erlaubt es, ein Gebäude durch mehrere miteinander vernetzte DroneTracker zuverlässig gegen Drohnenangriffe zu schützen. Dedrone beschränkt sich hierbei (noch) ausschließlich auf die Detektion und die Analyse von sich nähernden Drohnen in Echtzeit. Die Position und weitere Details wie Typ und Geschwindigkeit werden natürlich ebenso angezeigt – die Angaben sind bis zu einer gewissen Wahrscheinlichkeit richtig bzw. bis zu einer gewissen Toleranz genau. Dabei gilt: Je näher die Drohne, desto besser und genauer die Messwerte, da immer mehr Sensoren den Algorithmus speisen, der die Dedrone Datenbank durchsucht.

Neues WiFi-Modul

Dank des neu hinzugekommenen WiFi-Sensors können Drohnen nun auch an Hand ihres WLAN-Signals geortet werden. Eine Drohne sendet dann ein WLAN-Signal, wenn beispielsweise die FPV-Funktion aktiviert ist, oder wenn die Drohne via Smartphone gesteuert wird. Da über den DroneTracker 2.0 bzw. über dessen WiFi-Modul nun auch die MAC-Adressen ausgelesen werden können, ist eine noch genauere Identifizierung möglich.

Erwartete Effektivitätssteigerung durch WiFi-Modul fraglich

Aus fachspezifischer Sicht jedoch ergeben sich dadurch auch sehr einfache Wege der Täuschung. Je nach Drohne – insbesondere bei Selbstbausätzen – kann die MAC-Adresse sehr einfach geändert werden. Dies ist bei normalen Computer nicht anders, wodurch eine Identifizierung nicht nur erschwert, sondern sogar verschleiert werden kann. Die Software könnte durch eine falsche MAC-Adresse in die Irre geführt werden. Halbwegs IT-erfahrene sind sich der MAC-Adresse bewusst, und insbesondere jene, die mit einer Drohne professionell kriminell sein wollen, werden sich dagegen zu wehren wissen.

Wenn die kriminellen Drohnenpiloten nicht unbedingt die hellsten Birnen sind und tatsächlich vergessen würden, die MAC-Adresse zu ändern, bevor sie nach ihrer letzten Verurteilung durch einen Schmuggelversuch mit derselben Drohne wieder ein Verbrechen durchführen, so könnten Sie mit dem DroneTracker 2.0 tatsächlich wieder mit dem neuen Verbrechen in Verbindung gebracht werden. Aber das geschieht ihnen ja dann auch recht.

Was heißt das für die Zukunft

Spaß beiseite: Das WiFi-Modul des DroneTrackers 2.0 ist nicht so spektakulär, wie die daraus abzuleitende Entwicklung, die sich in Zukunft auf dem Drohnenmarkt auftun wird – das zeigt die Tatsache, das Dedrone langsam aber sicher auch aktive Drohnenabwehrgeräte in das Sortiment aufnimmt, wenn auch bisher nur von Drittanbietern. Der Drohnenabwehrmarkt ist genauso zukunftsträchtig wie der Drohnenmarkt – logisch, schließlich hängt beides direkt zusammen. Drohnenabwehrgeräte wie der DroneTracker von Dedrone könnten irgendwann einmal zur Standardausstattung von Alarmanlagen werden – und damit ist der private Bereich gemeint.