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Drohnen-Verordnung: Entscheidung des Bundesrats am 10. März 2017

In der gestrigen Sitzung (10.03.2017) des Bundesrats wurde über die neue Drohnen-Verordnung entschieden. Dabei wurde dem existierenden Entwurf mit allen Empfehlungen und vorbehaltlich auch allen Änderungen zugestimmt. Es ist zu erwarten, dass die Länderkammern den Änderungen ebenfalls zustimmen und die Neuregelung für Drohnen und andere unbemannte Flugobjekte am 01.04.2017 in Kraft treten wird, wahrscheinlich mit einer Übergangsphase bis zum Oktober.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 01.04.2017

Beantragte Änderungen der bekannten Verordnung

Drohnen-Flüge sollen um Hubschrauberlandeplätze verboten werden. Ein Beispiel ist ein Flugverbot im Umkreis von 100 Metern um Krankenhäuser, da dort in der Regel ein solcher Landeplatz vorhanden ist.
Die 100 Meter Höhenbeschränkung soll zu Gunsten der Modellflieger in Besitz einer Luftfahrzeug-Erlaubnis oder einer besonderen Bescheinigung aufgehoben werden. Dies gilt jedoch nicht für die Besitzer und Piloten von Multicoptern bzw. Drohnen. Das Verbot von Lasergeräten auch außerhalb des Flugplatzes soll in ein Verbot umgewandelt werden, welches nur solche Lasergeräte mit einschließt, die den Piloten während dem An- und Abflug blenden könnten. Laservermessungen durch Drohnen sind damit weiterhin möglich. Der BVCP kritisiert diesen Änderungsvorschlag hingehend der begrifflichen Abgrenzung zwischen Modellflieger und Drohne bzw. Multicopter und stuft die Grenze als nicht klar bzw. nicht existent ein, man mache „juristisch hier ein Fass ohne Boden“ auf. Entsprechend setzt sich der BVCP hier für eine Gleichstellung von Modellflieger und Multicopter ein.
Es soll ein 2-jähriger Überprüfungsrhythmus der Drohnen-Verordnung eingehalten werden. Damit wird eine rechtzeitige Anpassung an neue Entwicklungen sichergestellt. Gleichzeitig wird damit wohl die bisher fokussierte 5-Jahres Erlaubnis zu einer Erlaubnis mit kürzerer Dauer.
5 Jahre nach in Kraft treten der neuen Regelung soll sie auf Wirksamkeit hin überprüft werden.
Diverse Umformulierungen sind auch Teil der Änderungsempfehlungen.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Das heißt, dass Copterpiloten alsbald mit einigen Änderungen zu rechnen haben. Darunter die Kennzeichnungspflicht: Laut der müssen Drohnen mit einem Abfluggewicht von über 250 Gramm nunmehr mit einer feuerfesten Plakette über eine dauerhafte und sichtbare Kennzeichnung mit Name und Anschrift versehen werden.

Zudem bedürfen Multicopter unter 5 kg Startgewicht keiner Aufstiegserlaubnis mehr.

Flüge über 100 Metern sind für Modellflieger möglich, wenn sie denn in Besitz einer entsprechenden Bescheinigung sind. Für Drohnen ist das in der aktuellen Verordnung nicht möglich, wir erwarten hier aber noch eine Änderung bzw. Anpassung.

Wichtig ist auch der Kenntnis-Nachweis bzw. das sogenannte Drohnen-Zertifikat. Dieses bescheinigt dem Copterpiloten das Wissen um notwendige Grundkenntnisse. Man braucht es, wenn die Drohne mehr als 2 kg Startgewicht hat. Wer genau ihn ausstellt und wie man ihn bekommt, ist noch nicht festgelegt.

Teil der wichtigen Neuerungen sind zudem die Betriebsverbote im Umkreis von:

Hubschrauberlandeplätzen, Menschenansammlungen, Bundesfernstraßen, Krankenhäusern, Katastrophengebieten und Wohngrundstücken (Überflug nur in über 100 Metern Höhe erlaubt).

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