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Drohnen Registrierung wird Pflicht. Und nun?

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Beitrag zuletzt aktualisiert am 08.12.2017

Registrierung für Drohnen wird bald wohl zur Pflicht

Wir haben es schon seit längerem geahnt: Bald wird die Registrierung von Drohnen und deren
Haltern bzw. Piloten zur Pflicht werden. Eine entsprechende Diskussion im EU Parlament führte zu
einer Verständigung dafür. Zukünftig werden Piloten und Ihre Drohnen auf EU Ebene registriert.
Ganz aus den Wolken fallen wir nicht, als wir die Meldungen dazu diese und letzte Woche gelesen hatten. Denn nach wie vor hält der Drohnentrend an. Das führt unweigerlich zu einem erhöhten Flugverkehr und das wiederum zu mehr Unfällen und Verstößen bzw. Ordnungswidrigkeiten, kurz: Zu Chaos. Klar, dass man nicht ohne eine einheitliche Regelung auskommt und Drohnen sowie deren Piloten stärker in die Pflicht genommen werden müssen.

Registrierungspflicht für mehr Ordnung und Sicherheit

Über eine Registrierung kann beispielsweise jederzeit nachverfolgt werden, welche Drohne zu
welchem Piloten gehört. Kopterpiloten können sich nach einem Unfall damit nicht ohne weiteres aus
dem Staub machen, jedenfalls nicht ohne die Drohne.
Vergleichen wir mal wieder mit dem Auto Hier zeigt sich eine kleine Ähnlichkeit zum Automobil. Diese sind ebenfalls mitsamt ihrem Halter eingetragen und jederzeit zuordenbar. Schon oft haben wir uns diesen Vergleich zu Nutze gemacht, beispielsweise um zu erklären, warum Drohnen ab einem bestimmten Gewicht sogar ein Kennzeichen tragen müssen und wieso man einen Drohnenführerschein braucht. Selbst die Drohnen Haftpflichtversicherung ist ein Pendant zur Haftpflicht für das Automobil.

Doch mit der Registrierungspflicht und der naturgegebenen Autonomie einer Drohne stößt ein neuer Vergleich hervor: Denn andererseits gleicht die Registrierung auch der Meldepflicht von Feuerwaffen Registrierung auf Grund des steigenden Gefahrenpotentials

Kein Drohnenpilot hört das gerne, doch das ist kein Grund, das nicht auch einmal anzusprechen: Drohnen sind, wie jede Technologie, auch für kriminelle Zwecke einsetzbar. Das fängt beim medienwirksamen Schmuggel über die Gefängnismauer hinweg an und hört beim Flug in eine Flugverbotszone oder im Extremfall beim terroristischen Anschlag auf. Der Unterschied zum Auto ist in diesem Fall der, dass die Drohne unbemannt ist. Es ist viel einfacher, als Täter davonzukommen, ganz so, wie bei einer Waffe bzw. der daraus abgefeuerten Kugel. Autos werden diesen Status irgendwann auch einmal erreichen, wenn Sie autonom und ganz ohne Fahrer durch die Gegend kurven. Oder sind Autos „sicherer“?
Eins aber passt bei dem Vergleich nicht. Drohnen muten viel gefährlicher an. Das mag einerseits dem Umstand zuschulden sein, dass es sich um ein Vehikel der Lüfte handelt (ein „Terrain“, das Menschen fremd ist) und dass der Trend noch recht neu ist. Schließlich hielten manche das Benz-Motor- Pferd vor 100 Jahren auch für Hexerei. Oder die Kräutermedizin im 15. Jahrhundert. Doch was ist an einem selbstfahrenden Auto so anders als an einer Drohne?

Wieso fällt es uns so schwer, uns ein Auto als Waffe vorzustellen?

Das hat mehrere Gründe. Einerseits die Herkunft und Geschichte, andererseits die Technologie der Sicherheitssysteme. Letztere sind bei einem Auto sehr ausgereift: Das Auto erkennt Hindernisse, berechnet Kollisionen im Voraus, kommuniziert mit anderen Verkehrsteilnehmern und vieles mehr. Außerdem ist es stets in einem sicheren Zustand: Ein Auto kann zu jedem Zeitpunkt zur Vollbremsung gebracht werden (oder einfach kaputtgehen). Es stürzt deshalb nicht gleich mehrere hundert Meter in die Tiefe.

Quadrocopter mit Sicherheitssystemen ausstatten

Dass diese Sicherheitssysteme bei einigen Drohnen fehlen, stößt auch dem EU Parlament sauer auf. In der Tat wird es wohl wieder so sein, wie beim Auto: Nach und nach werden immer mehr Sicherheitssysteme zur Pflichtausstattung. So wie ABS, Tagfahrlicht und Airbag sind es bei der Drohne dann die Kollisionssensorik, das automatische (Not-)Landen und ja, auch eine Art Flugverkehrslichtanlage wird wohl kommen.
Die Hersteller werden dadurch stärker in die Pflicht genommen. Bei DJI gibt es die Kollisionserkennung und das automatische Landen bereits. Parrot muss bei der Bebop 2 da ebenso nachlegen wie GoPro mit seiner Karma. Ansonsten droht unter Umständen sogar ein Verkaufsverbot – EU-weit. Die genauen technischen Vorgaben werden noch ausgearbeitet. Wir sind gespannt.

Geschichtlicher Hintergrund und Etymologie der Drohne

Neben den technischen Systemen und der naturgegebenen Autonomie sowie der stetigen
Unsicherheit des Fliegens gibt es aber noch einen weiteren Punkt, der dafür sorgt, dass uns das Auto deutlich sicherer erscheint als eine Drohne: Die Geschichte. Denn alleine mit dem Begriff „Drohne“ verbinden Menschen etwas Gefährliches. Wir sind zwar keine Experten in der Etymologie, doch auch so merkt man: „Drohne“ hört sich einfach so an wie „drohen“. Allein das impliziert ein Unwohlsein.
Natürlich haben wir nachgeforscht und uns dennoch mit der Etymologie des Begriffs „Drohne“ im Sinne eines Quadrokopters befasst: Wahrscheinlich stammt der Begriff aus dem US-amerikanischen, wo ein unbemanntes fliegendes Objekt in der Schießausbildung nach wie vor als Drohne bezeichnet wird. Das wiederum ist eine Hommage an die Royal Navy bzw. deren Begriff der „Bienenkönigin“, eben für dasselbe Objekt in der Schießausbildung. Zur Erinnerung: Eine Drohne ist eine männliche Biene.
Nicht nur die Geschichte des Wortes bzw. Begriffs, auch die Entwicklung der Drohne bzw. des unbemannten Flugobjekts hat einen gewaltsamen Hintergrund: Wie so viele technische Errungenschaften entstammt auch die Drohne der militärischen Forschung – anders als das Auto übrigens. Zugegeben, wir sind etwas abgeschweift. Aus der eigentlich kurzen Information zur bald kommenden Registrierungspflicht ist eine kleine Diskussion geworden, die wir jetzt aber einmal besser so stehen lassen. Sinnvollerweise erkennen wir daraus aber, wohin die Reise der Regulierungen bei den Quadrokoptern geht. Wir informieren natürlich, sobald es in dieser Hinsicht Neuigkeiten gibt!

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