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Drohnen mieten – macht das überhaupt Sinn?

Beitrag zuletzt aktualisiert am 01.04.2017

Der Einstieg ins Copterfliegen war und ist nicht leicht. Der Trend der Selfiedrohnen macht das Fliegen und Aufnehmen an sich zwar deutlich leichter und bietet auch Anfängern die Chance, die Vogelperspektive zu erkunden, dennoch sind einige Hürden zu nehmen, wenn man mit dem Fliegen von Drohnen beginnen möchte. Zum einen wären da natürlich das Erkennen von guten Perspektiven und Aussichtspunkten, das Finden der richtigen Einstellungen und das technische Know-How.

Für andere fangen die Probleme schon ganz wo anders an: Eine gute Drohne ist selten günstig. Während Copter auch für vergleichsweise wenig Geld erhältlich sind, ist die Erfahrung meist nicht mit den Modellen von namhaften Herstellern wie DJI, Yuneec oder Parrot zu vergleichen. Mit einer Einsteigerdrohne lässt sich vielleicht feststellen, ob einem das Fliegen überhaupt nicht zusagt. Eine weitere Bereicherung werden zumindest Fans von beeindruckenden Luftaufnahmen, die man stolz Familie und Freunden präsentieren kann, nur selten erfahren, denn die Copter, mit denen solche Fotos und Videos entstehen, sind oft im hohen dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Preisbereich angesetzt.

Das Leihen eines solch kostbaren Fluggeräts von Freunden wird meist nur schwer möglich sein. Der Ausleihende ist nicht versichert und läuft auch Gefahr, durch sein (vollkommen berechtigtes) Unwissen falsche Entscheidungen zu treffen und so der Drohne Schaden zuzufügen, im schlimmsten Fall gilt das auch dem Eigentum oder der Person Dritter. Eine mögliche Lösung hierfür liefert die Möglichkeit des Mietens: Hier kann man das Fliegen einer meist topaktuellen Drohne auf begrenzte Zeit ausprobieren.

Die Qual der Wahl

Wer überlegt, sich eine Drohne zu mieten, sollte sich zuerst Gedanken machen, was für eine Drohne es sein soll, beziehungsweise was das Ziel des Fliegens ist. Einige neue Copter aus den letzten Monaten liefern großartige Aufnahmen, ohne dass der Pilot riesigen Input geben muss oder Gefahr läuft, kolossale Fehler zu begehen. Deswegen ist die Frage, ob einfaches Fliegen mit guten Aufnahmen oder eine steilere Lernkurve, die spektakuläre Fotos und Videos produziert, bevorzugt werden.

Das Mieten einer Drohne ist durchaus sinnvoll

Wer den Traumurlaub mal aus einer ganz anderen Perspektive ablichten möchte, wird mit einer kompakteren und einfacheren Drohne wie dem DJI Mavic Pro glücklich werden. Ein Fotograf, der Einstellungen selbst entscheiden möchte und sich in die Technik hereinfuchsen will, damit er am Ende volle Kontrolle über seine Aufnahmen erlangt, hat sicherlich andere Präferenzen und wird sich -um mal beim Hersteller DJI zu bleiben- mit einer DJI Phantom 4 gut verstehen. Wer hingegen gewerblich mit Luftaufnahmen und Inspektionsflügen sein Geld verdienen möchte, der wählt am Ende eher eine Drohne der DJI Matrice 200 Serie. Die sind aber sehr teuer und nichts für den Einstieg.

Wo kann man eine Drohne mieten?

Drohnen mietet man heutzutage online. Zwar geht das auch offline in einem Spielwaren- oder RC-Fachgeschäft, doch oft sind die Preise dort sogar teurer. Zudem gibt es dort wahrscheinlich nicht die gewünschte Drohne. Bekannte Online-Dienste für das Mieten einer Drohne sind beispielsweise:

Drohne bei Gearflix mieten

Das Unternehmen Gearflix besteht erst seit 2016, hat aber lange Geschichte und ist Teil einer seit langem bestehenden familiären Unternehmenskomplex. Das junge Alter ist angesichts des neu aufkeimenden Drohnen-Consumer Markts keine wirkliche Überraschung. Auch aktuelle Themen wie Shared Economy tragen ihren Teil dazu bei. Letztendlich findet man bei Gearflix alles rund um die Fotografie, wozu eben auch Drohnen gehören. Die Preise liegen zwischen 10 € und 30 € pro Woche, wobei sie mit steigender Zeit etwas sinken. So kann man die DJI Mavic Pro beispielsweise für 24 € statt 30 € pro Woche ausleihen, wenn man sie für ein ganzes Jahr mietet. 19 € zahlt man zudem immer einmalig mit dazu, für den Versand und den Rückversand. Eine Kaution ist nicht erforderlich und die Mindestmietdauer beträgt eine Woche.

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Drohne bei Yodro mieten

Hierbei handelt es sich um ein kleineres Unternehmen, welches sich auf das Vermieten von Drohnen spezialisiert hat. Deshalb bekommt man hier auch die Phantom 4 und das ab 175 € pro Woche. Auch hier sinkt der Staffelpreis rapide, so ist der Wochenpreis bei einer Mietdauer von 4 Wochen gerade einmal ca. halb so hoch. Außerdem gibt es Zusatzoptionen wie einen extra Akku und eine extra 32 GB Speicherkarte sowie ein Ladegerät. Die Kaution liegt bei 300 €. Umgekehrt liegt eine 16 GB Karte immer dabei und Versandkosten gibt es auch nicht. Die „Bestellung“ erfolgt persönlich per Anfrage.

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Drohne bei Getgrover mieten

Der Anbieter Grover hat viele elektronische Unterhaltungsgeräte im Sortiment, auch Drohnen: Unter anderem beispielsweise ein paar Parrot Modelle. Sogar die Jumping- und Rolling Modelle sind mit dabei. Die Preise variieren stark und liegen zwischen knapp 15 € und knapp 120 € pro Monat. Die Versandkosten liegen bei 4 € innerhalb Deutschlands.

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Weitere Anbieter wie mydays.de, miet24.de und erento.com sind gute Alternativen, die man ansteuern kann, wenn beispielsweise die gewünschte Drohne bei einem der genannten Unternehmen nicht auf Lager ist. Die Anbieter sind allgemeiner, größer und führen daher auch Drohnen, mydays.de beispielsweise ist wahrscheinlich jedem aus der Werbung bekannt.

Die Wahl der Mietdauer

Wer Bescheid weiß, wo die Reise hingehen soll, der sollte sich für eine gewisse Dauer der Miete entscheiden. Von einem Tag bis hin zu fast einem ganzen Monat können Drohnen im Regelfall gemietet werden. Der Tagespreis sinkt hier meistens, je länger der Copter gebucht wird. Das Mieten für beispielsweise ein Wochenende ist zum Kennenlernen des Fluggeräts nett. Auch, wer den Multicopter für das Aufnehmen im Urlaub anmieten möchte, sollte sich zumindest mit dem System bekannt gemacht haben, bevor das Fluggerät das Erkunden ferner Länder begleitet.

Andere Länder, andere Sitten (und Gesetze)

Wichtig beim Erkunden mit der Drohne im Ausland: Andere Länder haben nicht selten andere Gesetze als Deutschland, Österreich oder die Schweiz, was das Fliegen von Kameradrohnen angeht. Hier sollten immer aktuelle Informationen aus offiziellen Quellen zu Rate gezogen werden, damit im Urlaub keine Straftat begangen wird. Im Blog von Bina und Francis, nämlich my-road.de können solche eingeholt werden.

Was noch beim Drohnen mieten beachtet werden soll

Das Mieten einer Drohne geht wie bereits erklärt damit einher, dass man eine Kaution und auch noch Versandkosten übernehmen muss. Das spielt bei der finanziellen Betrachtung ebenso eine Rolle, wie die doch recht großen Preisunterschiede beim Mieten selbst. Wichtig ist auch, nicht blind zu vertrauen: Man sollte Fotos von der Drohne anfertigen, wie man es bei einem Mietwagen macht, bevor man damit irgendwie fährt oder fliegt. Am besten gleich beim Auspacken. Nur so ist man ein Stückweit gegen irrtümliche Forderungen abgesichert. Es könnte ja beispielsweise passieren, dass die Drohne beim Transport Schaden nimmt.

Eine Drohne mieten: Vor- und Nachteile

Wenn der Flirt mit dem Fliegen ganz nett klingt, dann darf nicht übersehen werden, dass auch das Mieten eines solchen Geräts nicht besonders günstig ist. Bis zu über ein Viertel des Kaufpreises kann die Monatsmiete einen zu stehen kommen. Oben drauf kommt in fast allen Fällen noch eine Kaution, die am Ende bei Unversehrtheit des Geräts zurückgezahlt wird.

Hauptvorteil: Haftpflicht bei der Miete dabei

Der große Vorteil des Mietens einer Kameradrohne ist jedoch, dass die (im Übrigen verpflichtende) Versicherung mit inbegriffen ist. Die Haftpflichtversicherung bei Schäden am Gerät schützt den Pilotenanfänger vor dem Alptraum eines jeden Drohnenbesitzers: Dem Ruin durch einen Unfall. So kann ein Absturz oft dazu führen, dass fremdes Eigentum beschädigt wird oder andere Schäden entstehen. Hier sollte aber darauf geachtet werden, welche Art von Versicherung der Anbieter in der Leihgebühr beinhaltet.

Weitere Versicherungen prüfen

Eine Haftpflichtversicherung wie oben beschrieben ist Pflicht, ob das Gerät selbst versichert ist, ist vom Anbieter abhängig. Auch eine Selbstbeteiligung an der Versicherung muss im Vorhinein abgesprochen sein, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt. Weiterhin ist interessant, ob nur der Mieter versichert ist oder auch andere Personen die Fernbedienung übernehmen dürfen, ohne ein Risiko einzugehen.

Dank Miete wird der Einstieg einfacher

So macht das Mieten einer Drohne den Einstieg in die Welt der Multicopter deutlich leichter und zugänglicher, ist aber natürlich mit Extrakosten verbunden, wenn am Ende eine Drohne gekauft wird. Wer also sicher ist, dass der Drang nach oben groß genug ist, um den Kauf des Fluggeräts unausweichlich zu machen, sollte sich die Mietkosten sparen. Trotzdem werden gebrauchte Drohnen oft aus dem Grund verkauft, dass „die Zeit nicht da war“, oder „das falsche Hobby gewählt wurde“. So hätten sich Einige durch ein zweiwöchiges Mieten von Drohnen die herbe Enttäuschung sparen können, dass das Fliegen doch anders ist als gedacht und für sie keine Langzeitmotivation bietet. Für Unentschlossene kann das kurzweilige Mieten eines Multicopters so eine großartige Möglichkeit sein, den Einstieg zu wagen, ohne das (ganze) Sparschwein schlachten zu müssen. Für Kinder sind die High-Tech Fluggeräte im Generellen ungeeignet. Hier empfehlen wir eine günstige kleine Indoor-Mini Drohne oder eine etwas Größere für den Außenbereich.

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