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Drohnen-Markt im Jahr 2016 – Top Hersteller, Ankündigungen, Entwicklung und Konkurrenz

Jeder sieht es, jeder weiß es: Drohnen werden immer beliebter, zugänglicher, lassen sich immer intuitiver und einfacher steuern und können immer mehr. Der Zeitpunkt liegt nicht fern, an welchem Drohnen wie Autos ein fester Teil unseres Lebens werden. Doch wie sieht es dieses Jahr aus? Welcher Hersteller ist gut aufgestellt, wer könnte ein neues Licht am Drohnenhimmel werden? Welche Einflüsse ergeben sich auf unsere Gesellschaft?

Beitrag zuletzt aktualisiert am 17.03.2017

Top Drohnen Hersteller

Die großen Hersteller der Drohnenbranche sind, gerade im privaten Bereich, DJI, Yuneec, Parrot und Co. Wie man aus der Vergangenheit gelernt hat, können aber auch Top Unternehmen und gar Konzerne einfach so von der Bildfläche verschwinden, weil sie den Anschluss verpasst haben. In Europa ist an dieser Stelle immer das Beispiel mit Nokia geläufig: Der damalige Handy-Riese hat den Anschluss an die Smartphones verpasst bzw. deren Entwicklung falsch eingeschätzt. Die Folgen kennt jeder: Nokia-Handys sind lange nicht mehr so populär, eigentlich Außenseiter. Der Verkauf an Microsoft hat die Marke aufrechterhalten, nun gibt es einen anderen Lizenznehmer. Nokia ist aber nicht mehr das, was es einmal war. DJI und Yuneec könnte das auch passieren – zurzeit aber sieht es gut aus für die gerade im Privat-Bereich angesiedelten Markenhersteller. Die aktuellen Top Hersteller werden es 2016 also auch bleiben.

Ankündigungen

Es ist immer gut, sich Konzepte, Ankündigungen oder (Design-)Studien rund um das Thema Drohnen zu Gemüte zu führen. Auch wenn manches noch oder gar nicht umgesetzt wird, könnte anderes schon morgen zur Realität werden. Durch aktuelle Ankündigungen bekommt man einerseits ein gutes Gespür für den Markt und seine Trends, andererseits bekommt man auch aus philosophischer Hinsicht mit, welchen Wert Drohnen in unserer Gesellschaft einmal haben können.

Ein Beispiel für eine solche Ankündigung bzw. Konzeptstudie ist die EHANG 184 AAV: Auf der CES 2016 vorgestellt, handelt es sich dabei um eine Drohne für den Personentransport vorwiegend im innerstädtischen Bereich im Rahmen einer Art Taxiunternehmen. Oder aber – schon etwas länger her – die Ankündigungen seitens Amazon, in der erklärt wurde, dass man Drohnen für den Versand von Paketen einsetzen wolle. Oder aber der Multikopter Yeair! von airstier, einem deutschen Unternehmen: Der Kopter fliegt 100 km/h schnell und kann mit einer Reichweite von 55 km schnell und viel Last transportieren – konkret hat er eine Nutzlast von 5 kg, wobei er selbst gerade einmal knapp so viel wiegt.

Andere Ankündigungen beziehen sich auf Trends in der Gesellschaft, die mit Drohnen zu tun haben – zum Beispiel, dass FPV-Rennen mit Multicoptern immer populärer werden. Übrigens: Gerade hier, aber auch sonst lohnt sich für einen kleinen potentiellen Blick in die Zukunft in Europa bzgl. Drohnen immer ein Blick über den großen Teich (aka „Atlantik“) in die USA. Wie in vielen Dingen tauchen Trends von da einige Zeit später auch hier auf. O Wunder: FPV-Rennen sind dort praktisch schon etabliert. Natürlich nicht mit demselben Bekanntheitsgrad wie Basketball, aber dennoch ist es nichts Unbekanntes, was man hier für die meisten (noch) nicht behaupten kann.

Entwicklung

Man sieht, wohin die Sache sich entwickeln wird: Immer mehr Unternehmen sprießen aus dem Boden und nutzen den aufkeimenden Markt – der das Keimstadium eigentlich schon überwunden hat. Durch die steigende Nachfrage wird es erstmal zu vergleichsweise wenig Konkurrenzdruck kommen, doch das wird sich ändern – nicht aber in 2016. Die Prognose für dieses Jahr fällt für manche Enthusiasten demnach vielleicht etwas ernüchternd aus, bleibt aber realistisch: So zukunftssicher und wachstumsschnell der Markt für Drohnen auch ist, dennoch braucht er Zeit zu wachsen. In diesem Jahr werden sich Frachtdrohnen und Drohnen-Taxis sicher noch nicht etablieren, aber der Anfang wird gelegt. Auch hinsichtlich der FPV-Rennen wird es zwar Fortschritt geben (mehr, größere und teurere Wettbewerbe), aber bis die ersten FPV-Rennen live im TV übertragen werden, wird es noch einige Zeit dauern.

Konkurrenz im Drohnen-Markt

Natürlich gibt es bereits Konkurrenz – DJI und Yuneec beispielsweise haben in etwa dieselben Zielgruppen. Dank des wachsenden Markts ist der Druck aber nicht so groß, er hat seinen Fokus eher in der sich stetig entwickelnden Technologie und besteht somit darin, nicht den Anschluss zu verlieren. Auch beim Gegenstück, dem Markt für Drohnenabwehr, zeigen sich immer neue Unternehmen. Hier wird übrigens wieder deutlich, dass die USA in Sachen Drohnen und Autonomie (zum Beispiel bei KFZ) Vorreiter sind: Dedrone, ein vergleichsweise bekanntes deutsches Drohnenabwehr-Unternehmen, hat seinen Sitz von Deutschland in die USA verlegt, in die Nähe der anderen Hersteller – mit dem Ziel, sich auszutauschen (faktisch also mit dem Ziel, den Anschluss nicht zu verpassen). Davon abgesehen ist es in den USA leichter, aktive Drohnenabwehr anzubieten – bisher hat Dedrone das nur indirekt über einen Drittanbieter, und selbst da im kleinen Umfang, gemacht. Es darf erwartet werden, dass Dedrone in Zukunft nicht mehr nur passive Abwehr anbietet.

Was heißt das denn jetzt für unser aller Leben?

Drohnen werden zunehmend Teil unseres Lebens – für manche sind sie es bereits im Hobby, für manche bei der Arbeit. Doch dabei wird es nicht bleiben. Es ist nur logisch, dass Drohnen auch Aufgaben übernehmen werden, von denen wir abhängig sind – den Versand von Paketen beispielsweise oder der Personentransport. In ferner Zukunft sind auch Anwendungen im Sicherheitsbereich denkbar – gerade das wird in Science-Fiction Filmen ja immer gerne gezeigt (in Oblivion zum Beispiel). Es ist wichtig, dass man sich diesem Markt und der Veränderung nicht verschließt, auch dann, wenn man ihm/ihr kritisch gegenübersteht. Denn es wird so kommen, ob man will oder nicht, man muss irgendwann lernen damit zu leben. Das betrifft übrigens nicht nur Drohnen, sondern auch jeden anderen Bereich.

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