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Drohnen als neue Option für Versandunternehmen

Natürlich sind Drohnen bei weitem nicht nur kleine Fluggeräte, welche wir zum Spaß in der Luft herumfliegen lassen und Kunststücke vollbringen lassen können und die es uns leichter machen, Bilder aus der Luft aufzunehmen. Drohnen haben auch vermehrt einen großen wirtschaftlichen und kommerziellen Nutzen – auf vielen verschiedenen Ebenen.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 24.03.2017

Eine, welche schon seit längerer Zeit in der Kontroverse steht, ist die Nutzung von Drohnen als Möglichkeit zur Warenlieferung. Unterschiedlichste Unternehmen arbeiten an der Umsetzung der nötigen Technik und auf die rechtliche Absicherung eines solchen Vorganges.

Blume2000 – Blumengrüße, jetzt auch aus der Luft?

Blumen per Drohne

Foto: Blume2000

Blume2000 ist ein Unternehmen, welches sich auf den Versand von Blumen spezialisiert hat. Auf der Internetseite des Unternehmens kann man bequem die passenden Blumensträuße, die auf viele verschiedene Anlässe abgestimmt sind, auswählen. Die Bestellung wird vom Unternehmen angenommen, der passende Blumenstrauß ausgewählt und verschickt. Momentan noch auf dem normalen Postweg.

Doch neben vielen anderen Unternehmen, welche Versandarten nutzen, spekuliert auch Blume2000 für die Zukunft auf Drohnen. Die Blumen würden um einiges schneller, bequemer und sogar preiswerter zu ihrem Empfänger geliefert. Erst kürzlich war schon ein Testflug mit einer in Frage kommenden Drohne angesetzt: dieser scheiterte letztendlich an den Witterungsbedingungen.

Trotzdem sieht das Unternehmen weiter positiv der Zukunft entgegen und hofft dass Lieferungen per Drohne im kommenden Jahr vielleicht schon im großen Rahmen möglich sein werden.

Bislang rechtliche Probleme für den Versand per Drohne

Neben dem Problem, dass Drohnen bei bestimmten Wetterbedingungen wie starkem Regen oder Windböen nicht gut fliegen können, sprechen bislang auch noch einige Vorschriften gegen die Auslieferung von Produkten per Drohne. Drohnen dürfen bislang nicht durch automatische Voreinstellungen ferngesteuert fliegen, sondern müssen von einem Piloten direkt bedient werden. Damit verbunden sind auch einige Haftungsfragen. Es ist noch ungeklärt, wer dafür verantwortlich sein würde, würde eine so gesteuerte Drohne abstürzen und Schaden verursachen. Abgesehen davon dürfen Drohnen momentan nicht ohne vorherige Meldung durch Wohngebiete fliegen und gerade diese wären ja vom Versand betroffen.

Firmen, welche in Zukunft vom Versand mit Drohnen profitieren können

Es gibt neben Blume2000 sehr viele weitere Unternehmen, welche ihre Lieferungen in Zukunft möglichst mit Drohnen ausführen möchten. Viele Unternehmen in Deutschland aber außerdem auch in vielen weiteren Ländern wie England und den USA testen und beraten schon seit längerem Versandmöglichkeiten mit Drohnenmodellen.

Ein weiteres, bekanntes Beispiel ist so unter anderen der Online – Versandhändler Amazon mit sogenannten „Prime Air“ Programm, welcher schon vor über einem Jahr die Testlizenz für die Auslieferung per Drohne beantragte.

Außerdem bieten Drohnen auch für Unternehmen aus der Gastronomiebranche – wie Pizzerien oder Schnellrestaurants – eine Möglichkeit zur Auslieferung der Produkte. Das Essen könnte so schneller und mit weniger Aufwand verbunden zu den Kunden geliefert werden.

In den USA wurden bereits neue Vorschriften festgelegt, welche den Versand mit Drohnen betreffen. Diese fielen jedoch für die Unternehmen sehr negativ aus – auch die kommerziell genutzten Drohnen dürfen so nur bei Tageslicht fliegen und auch nur in Sichtweite des Piloten, der die Drohne steuert. Diese beiden Punkte schränken den Versand mit Drohnen bereits größtenteils ein und machen ihn sogar so gut wie unmöglich.

Für Europa will die Europäische Kommission 2017 neue Regelungen und wahrscheinlich auch eine Möglichkeit zur kommerziellen Nutzung von Drohnen in Europa vorlegen. Bis dahin müssen sich sämtliche Versandunternehmen weiterhin gedulden und können höchstens Testflüge mit Drohnen und ihren Produkten unternehmen.

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