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DJI Update: Länderspezifische Anpassung der Firmware und Steuerung

Diese Woche wird von DJI ein neues Update ausgerollt, welches eine Anpassung an länderspezifische Reglementierungen vornimmt. Wir haben das in der Vergangenheit alle mitverfolgen können: Weltweit werden Drohnen immer bekannter. Auf Grund der damit einhergehenden Risiken erlassen Staaten weltweit neue Gesetze, um den Drohnenverkehr zu regeln.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 23.05.2017

Mehr Verantwortung für den Hersteller

Je nach Land gibt es weltweit teils völlig unterschiedliche Beschränkungen. Während die einen nur die Flughöhe oder die Flugdistanz reglementieren, verbieten andere einzelne Funktionen gleich vollständig oder setzen einen Kenntnisnachweis sowie ein Drohnenkennzeichen voraus. In Dubai beispielsweise ist die Live-View-Funktion verboten. DJI verschiebt das Verantwortungsverhältnis hier ganz klar in Richtung Hersteller:

DJIs Geofencing und Update (zwang?)

DJI reagiert auf diese Reglements mit einem Firmware-Update und einem Update der DJI GO und DJI GO 4 App. Die Drohne soll so, abhängig von ihrer geographischen Position im Rahmen des neuen GEO-Systems von DJI, die lokalen Flugbeschränkungen kennen und sich danach einschränken. Auch Warnungen werden ausgesprochen, sollte es notwendig sein. Dank Geofencing wird der Flugbereich softwareseitig reglementiert. Auch werden dabei dynamische Luftraumkarten unterstützt. Das Update ist nach der Durchführung nicht mehr auf regulärem Wege umkehrbar und gehört fortan sehr wahrscheinlich zum Standard.

Wie immer, wenn man in seiner Freiheit eingeschränkt wird, fühlt man sich etwas unwohl. Vielleicht käme der ein oder andere auf die Idee, das Update einfach nicht durchzuführen. Aus den folgenden Gründen würden wir nicht dazu raten:

  • Das Update schränkt die maximale Flughöhe, die Geschwindigkeit und andere Flugeigenschaften lt. DJI nicht ein.
  • Zukünftige Updates mit neuen Features können nicht genutzt werden.
  • Vergessen, welche Beschränkungen im aktuellen Urlaubsland gelten? Dank dem Update kein Problem!
  • Wer das Update nicht durchführt, muss mit Einschränkungen rechnen: Keine Live-View-Funktion, max. 30 Meter Höhe und max. 50 Meter Distanz.

Neuer Aktivierungsprozess für DJI Drohnen

Nicht nur die Updates werden diese Woche ausgerollt, DJI setzt zudem auf einen neuen Aktivierungsprozess. Dieser soll sicherstellen, dass der Drohnenpilot stets die aktuellen Datensätze verwendet – je nachdem, in welchem Gebiet er die Drohne gerade einsetzt. Beim Update der App oder der Firmware ist entsprechend eine einmalige Anmeldung mit dem bestehenden Account bei DJI.com von Nöten. Natürlich braucht man dafür eine Verbindung zum Internet. Wichtig: Im Benutzerprofil sollten die richtigen Daten hinsichtlich Geoposition hinterlegt sein.

Kritik

Natürlich werden nicht nur positive Worte laut, schaut man sich einmal die Meinungen über das Update an. Der größte Kritikpunkt ist der Eingriff, den der Hersteller mit dem Update an den Drohnen vornehmen kann. Auch wenn aktuell weder die Flughöhe noch die Distanz eingeschränkt werden, ist das für die Zukunft nicht garantiert. Ganz ehrlich: Wäre ich für das Update verantwortlich, würde ich bei der Einführung auch von solchen Beschränkungen absehen und sie erst Stück für Stück hinzufügen – denn sie führen zu Unmut seitens der Kunden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass mit der Zeit weitere Einschränkungen im Rahmen gesetzlicher Regulierungen softwareseitig aktiviert werden.

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