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DJI und DroneSAR entwickeln gemeinsam eine Such- und Rettungs App

Beitrag zuletzt aktualisiert am 10.03.2017

Das Retten von Menschen in Notsituationen per Hubschrauber ist keine Neuheit mehr und schon längst in den allermeisten Ländern der Welt absoluter Standard für den Einsatz bei lebensbedrohlichen Notfällen. Doch diese Helikopter sind zumeist massive Riesen aus mehreren Tonnen Stahl und einem großen Rotor an der Oberseite.

Für Sanitäter sieht die neue Lösung von DroneSAR und DJI sicherlich aus wie ein Ausflug zur Modelleisenbahn im Keller, für Suchteams von Vermissten ist die Perspektive einer Drohne ein Geschenk.

Mit der FPV Funktion der DJI Quadrocopter kann sich ein Pilot die Gegend zum einen von oben anschauen, was bei der Verwendung einer Wärmebildkamera die Suche erheblich erleichtert. In Kombination mit einer App will das irische Unternehmen DroneSAR also die einzigartige Sicht durch die Augen von Phantom und Inspire das Suchen von vermissten Personen deutlich erleichtern.

Befehl von ganz, ganz oben

Zum einen lassen sich die Koordinaten der Entlaufenen automatisch an die Handys der Suchteams schicken, sodass die Helfer direkt zum Ziel geleitet werden, sobald die Position der Person ausgemacht wurde. Ein traditioneller Rettungshelikopter würde eine schwierige Landung hinlegen müssen, während die (vergleichsweise) kleine Drohne praktisch nur die Informationen weiterleiten muss. Wechseln sich Teams ab, hat die App auch hierfür etwas in petto: Bereits abgesuchte Gebiete können abgespeichert und an die nächsten Helfer weitergegeben werden, sodass doppelte Arbeit verhindert wird.

Für verschiedene Terrains haben sich DroneSAR und DJI unterschiedliche Modi ausgedacht, sodass Flachland, Waldgebiete, Hügel und Berge optimal abgesucht werden können und Höhenunterschiede beachtet werden. Die Software ermöglicht es, einen automatischen Suchvorgang der Drohne einzuleiten, die auf verschiedenen Faktoren basiert; unter anderem sind hier die Flughöhe, die Wahrscheinlichkeit des Aufspürens der Person und der Blickwinkel der Drohne relevant.

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Mit der Hardware von DJI und der Software von DroneSAR soll das Finden von Vermissten bald deutlich einfacher werden, da die Kommunikation zwischen Pilot und Bodenteam deutlich einfacher funktioniert und die teilweise Automatisierung der Suche spart kostbare Zeit, die im Ernstfall den Unterschied zwischen Leben und Tod machen kann.

Um mal deutlich zu machen, was für einen Unterschied diese Technologie machen kann: In Testläufen konnte die erste App ihrer Art die Arbeit eines fünfköpfigen Suchteams von durchschnittlichen 2 Stunden auf schlanke 20 Minuten reduzieren.

Der beste Freund des Menschen – der Quadrocopter?!

Viele leidenschaftliche Piloten sehen ihre Drohne sicher schon jetzt als großartige Helferin beim Suchen von neuen Blickwinkeln und dem Erweitern der Perspektive. Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Drohne wird nun aber noch weiter vertieft, indem die kleinen Fluggeräte uns wortwörtlich das Leben retten werden.

Quelle: DJI

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