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Diese 10 einfache Tipps können helfen, den Absturz des DJI Phantoms zu vermeiden!

Eine Erfahrung, die niemand jemals machen sollte ist der Absturz des geliebten Quadcopters und das damit verbundene Ende jeglichen Flugspaßes. Die allermeisten Drohnen sind sehr fragil und können von einer einzigen Kollision kritisch beschädigt werden. Einige einfache Tricks können die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes nahezu gegen null gehen lassen.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 17.03.2017

1. CSC während des Fluges

Beide Steuerknüppel während dem Fliegen in die Start/Stop Position zu bringen führt zum Anhalten und Abschalten des Multicopters in der Luft und damit einem jähen Ende jeglicher Foto-/Videografie, wenn der Multicopter, von der Schwerkraft beschleunigt, den Boden erreicht und (höchstwahrscheinlich) in seinen Einzelteilen aufgesammelt werden kann.

2. Propellerverlust

Vor jedem Flug sollte die Anbringung der Propeller überprüft werden. Wenn der Propeller fest angeschraubt ist, kann er im Normalfall nicht abspringen. Ist der Antrieb des Quadrocopters nicht straff genug angebracht, kann der Propeller beim Start vertikal in die Luft schießen. Dies kann zu einem Defekt des Propellers führen, wenn er den Boden berührt. Weitaus größere Konsequenzen hat natürlich ein „Take-Off“ des Propellers mitten im Flug. Oft kann der Flug in diesem Fall nur noch mit meisterhaften Flugkünsten sicher gelandet werden.

3. Zu niedrige RTH Höhe

Im Ausnahmefall eines Verbindungsverlustes zur Drohne ist die hilfreiche Return-to-Home (RTH) Funktion oft ein (Drohnen-)Lebensretter. Die automatische Rückkehr zum Piloten des Multicopters macht die Notsituation eines Verbindungsabbruchs zum sorglosen Warten. Doch auch diese Funktion bedarf einiger Einstellung. Wenn die Höhe, auf die die Drohne aufsteigt, zu niedrig angesetzt ist und sie sich vor einer Felswand positioniert, bevor sie zum Piloten zurückkehrt, bringt auch der beste Autopilot nichts mehr. Die RTH Höhe sollte also höher als das höchste zu erwartende Hindernis der aktuellen Umgebung angesetzt sein, um eine schadenfreie Rückkehr zu garantieren.

4. Smart Go Home Funktion (SGH)

Mit der SGH Funktion der DJI Drohnen kann zu jedem Zeitpunkt eingesehen werden, ob ein RTH mit dem aktuellen Ladestand möglich ist. Sobald hier eine Warnung angezeigt wird, sollte eine Rückkehr schleunigst eingeleitet werden, um sicherzustellen, dass der Multicopter nicht auf dem Boden zerschellt.

5. Nicht außer Sicht fliegen

Die Drohne immer im Blick zu behalten ist aus verschiedenen Gründen wichtig: Zum einen setzt es die Gesetzeslage in vielen Länder voraus, dass man den Multicopter nicht außerhalb des Sichtbereichs fliegt. Des Weiteren können mit der Entfernung kleine, aber kritische Hindernisse übersehen werden. Hierzu gehören zum Beispiel: Dünne Zweige, Stromkabel und Antennen, die außerhalb des Sichtbereichs der Drohnenkamera liegen. Dies mit dem menschlichen Auge überprüfen zu können, kann über (Drohnen-)Leben und Tod entscheiden.

6. Abstand halten!

Genau wie Autos, Züge, Motor- und Fahrräder haben auch Multicopter einen Bremsweg, der sich mit steigender Geschwindigkeit verlängert. Gerade der DJI Phantom 4, der eine außergewöhnlich hohe Fluggeschwindigkeit bietet, ist hier besonders gefährdet. Wenn nah an Hindernissen oder anderen Objekten geflogen wird, bietet eine niedrige Geschwindigkeit dank niedrigem Bremsweg die höchstmögliche Sicherheit.

7. Drinnen fliegen

Vielen Piloten ist nicht bewusst, wie groß der Unterschied zwischen Flügen im Freien und dem Aufnehmen von Innenräumen ist. Schon Viele mussten um ihren Phantom trauern, weil sie dachten, ihre Flugkünste von draußen übertrügen sich auf das Auskundschaften von Innenräumen. Hier ist Vorsicht geboten. Das Fliegen im ATTI Modus sollte (bei wenig bis keinem Wind) draußen trainiert werden, bevor das Innere von Gebäuden erkundet wird. Gleichermaßen sollte das VPS (Visual Positioning System) aktiviert werden.

8. Ruhe bewahren

Wenn die Batteriewarnung auftaucht, sind zwei Optionen verfügbar: Die Warnung wegklicken und selbst landen, oder das RTH System aktivieren und auf die Drohne warten. Wer selbst landet, aber die Warnung ignoriert, wird oft überrascht von einem plötzlichen Aufsteigen des Multicopters. Hierbei ist Ruhe geboten. Die Drohne initiiert das RTH System, weil die Warnung ignoriert wurde. Panik ist hier das letzte, was hilfreich ist. Die beste Lösung hierfür ist aber, sich direkt für eine der zwei Möglichkeiten zu entscheiden: RTH oder selbst landen.

9. Verbindungsabbrüche

Um einen Verbindungsverlust zu verhindern sollte der Flugort vorteilhaft gewählt werden. Ein Fliegen nah an magnetischen Feldern, Fernsehtürmen, Antennen, Stromkabeln oder allem anderen, was potential störende Signale abgibt, ist möglicherweise Absturzgefährlich.

10. Rückwärts fliegen

Beim Führerschein hat jeder den Schulterblick gelernt, der für Sicherheit beim Ausparken oder Rückwärts fahren sorgt. Die erste Drohne mit Schulterblickfunktion muss allerdings noch erfunden werden. Deswegen bleibt zunächst nichts, außer die Umgebung hinter dem Multicopter im Blick zu behalten, wenn rückwärts geflogen wird.

Sollte trotz der Beachtung jedes Tipps ein Absturz vorkommen, kann die nachweisliche Verwendung einiger Mechanismen den Unterschied zwischen Garantiefall und Eigenverschulden machen.

Extratipps für Phantom 4 Piloten

Mit dem Phantom 4 sorgte DJI für ein neues Flaggschiff seinerseits auf dem Drohnenmarkt. Die neuen Funktionen haben aber auch neue Sicherheitsbedingungen mit sich gebracht:

Der Sport Modus

Wer den extra schnellen Modus des DJI Phantom 4 verwendet, der sollte auch extra vorsichtig sein, wenn es um Abstände geht. Mit der erhöhten Geschwindigkeit geht ein massiv verlängerter Bremsweg einher.

Hindernisse umgehen

Dass der Phantom 4 gefährlichen Hindernissen automatisch ausweicht, ist bekannt. Auf dieses System sollte sich dennoch nie 100%ig verlassen werden, da es kleine Objekte übersehen kann und im Dunkeln nicht funktioniert. Auch zu schnelle Flüge sind für das System problematisch und die Kameras sind vorne angebracht. Dementsprechend funktioniert das automatisierte Umgehen bei Rück- oder Seitwärtsflügen nicht.

Fazit

In nur 10 Schritten könnten also ein Großteil der gerade bei Amateuren doch recht häufigen Abstürze verhindert werden. Wer also alle diese durchaus einfachen Tipps für einen sicheren Flug beachtet, dem sollte kein Absturz bevorstehen, solange die Pilotenkünste mit den Vorhaben fürs Aufnehmen Kurs halten können. Dies ist weiterhin ein wichtiger Faktor: Die eigenen Fähigkeiten sollten immer mit im Auge behalten werden. Trotzdem können diese zehn kleinen Tricks die Absturzgefahr deutlich senken.

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