CopterGUARD – die Schwimmweste für Drohnen!

CopterGUARD

Endlich gibt es ein System zur Wasserrettung von Drohnen: CopterGUARD! Worauf die Drohnenwelt gewartet hat, warum es Sinn macht und wie es funktioniert:

Das Horrorszenario: Drohne als U-Boot missbraucht

Der ein oder andere von euch hat sicher schon einmal Erfahrung damit gemacht, eine Drohne im Wasser zu landen. Unfreiwillig versteht sich. Und bestimmt war die Drohne auch nicht wasserdicht oder konnte schwimmen. Die meisten Drohnenbesitzer, die ein solches Schicksal ereilt, müssen mit einem Totalverlust der Drohne rechnen. Das ist insbesondere bei großen Wassertiefen oder starken Strömungen der Fall – denn dann wird die Drohne sehr wahrscheinlich nicht mehr gefunden bzw. könnte nur mit einem unverhältnismäßig großen Kostenaufwand geborgen werden. Wie kann ein solches Szenario abgemildert werden?

Dieser Frage gingen die Entwickler der U-ROB GmbH aus Bielefeld nach. In Kooperation mit dem Rettungswesten-Hersteller SECUMAR präsentieren sie nun die Antwort auf der eigens dafür entworfenen Webseite: copter-guard.com, eine Kreuzung zwischen Airbag, Schwimmflügel und Boje. Wie darf man sich das vorstellen? Was kann das System? Wie funktioniert es? Diese und viele weitere Fragen werden wir in dem folgenden Beitrag klären.

So funktioniert CopterGUARD

Im Grunde handelt es sich bei CopterGUARD um ein automatisches Rettungssystem für Drohnen im Falle eines Absturzes bzw. einer Landung im Wasser. Sobald sich die Drohne im Wasser befindet, bläst sich 2 Sekunden nach dem ersten Kontakt mit Wasser automatisch der Auftriebskörper auf. Dieser Auftriebskörper, über ein kleines Seil mit der Drohne verbunden, hält den Multikopter an der Wasseroberfläche. Sogleich hat der Auftriebskörper eine signalorangene Farbe und die Form einer kleinen Boje. So kann die Drohne einfacher gefunden werden.

CopterGUARD 1

So sieht es aus, wenn CopterGUARD eine Drohne vor ertrinken rettet. (Bild: Ella Metz)

Für welche Drohnen ist CopterGUARD geeignet/empfohlen?

CopterGUARD ist für sehr viele Drohnen geeignet, da das System nicht an einen bestimmten Drohnenhersteller gebunden ist. Die Entwicklung durch eine dritte, unabhängige Firma, hat zur Folge, dass CopterGUARD als Inselsystem von sich aus funktioniert und an den unterschiedlichsten Multikoptern befestigt werden kann – ganz ohne Integration in die Steuerung. Ähnlich eines Airbags löst CopterGUARD im Notfall automatisch den eben erklärten Mechanismus aus. Allerdings hat CopterGUARD natürlich ein gewisses Gewicht: Konkret sind es 300 g. Die Auftriebsleistung beträgt maximal 8 kg. Eine Drohne, die durch CopterGUARD vor Verlust im Wasser geschützt werden soll, muss also ausreichend Kapazitäten hinsichtlich der Tragfähigkeit mitbringen, darf aber maximal nur 8 kg wiegen. Pauschal gesagt, ist CopterGUARD deshalb vor allem für Drohnen zwischen 3 kg und 7 kg Gewicht geeignet.

CopterGUARD befestigt an der Inspire 1.

CopterGUARD befestigt an der Inspire 1. (Bild: Ella Metz)

Kostenpunkt des Systems

Der Einführungspreis des kompletten Sets von CopterGUARD beläuft sich auf 390 € – netto wohl gesagt. Über die Zeit wird sich preislich wahrscheinlich etwas ändern, doch zunächst wird es dabei bleiben. Angesichts einer oft mehreren tausend Euro teuren Drohne ist das aber zu verschmerzen – insbesondere bei vielen Überwassereinsätzen. Wem der Preis zu hoch erscheint, dem möchten wir noch folgendes mit auf den Weg geben:

Vorteile durch CopterGUARD

Durch den Einsatz von CopterGUARD wird, wie bereits erwähnt, der Totalverlust der Drohne verhindert. Des Weiteren entgeht man mit CopterGUARD möglichen Strafen wegen Umweltbelastung – schließlich versenkt man mit jeder Drohne auch allerlei umweltschädliche Stoffe, insbesondere im Hinblick auf die Wasserökologie. Im Schadensfall hat man dank CopterGUARD versicherungstechnisch übrigens eine Art Ass im Ärmel: Erstattungen können mit CopterGUARD einfacher geltend gemacht werden, denn oft ist eine Sichtung der Drohne im Schadensfall notwendig – ohne CopterGUARD unmöglich. Oder es werden entsprechend geringere Versicherungsbeiträge fällig. Ein nicht zu gering einzuschätzender Vorteil ist schlussendlich auch die einfache Montage und der einfache Betrieb: CopterGUARD ist robust, wartungsarm und hat keine elektronischen Bauteile. Selbst beim extremen Szenario eines elektromagnetischen Impulses durch die Sonne würde CopterGUARD – entgegen fast aller anderen elektrischen Geräte auf der sonnenzugewandten Erdhalbkugel, einschließlich der Drohne – immer noch funktionieren.