Allgemeine Vorschriften für die Nutzung von Drohnen

Allgemeine Vorschriften für die Nutzung von Drohnen

Welche Vorschriften man bei der Nutzung von Drohnen beachten muss ist in der Regel von dem Land abhängig in welchem man wohnt bzw. die Drohne nutzen möchte. In diesem werden die Vorschriften dann individuell von den verschiedenen Versicherungen die es für Inhaber von Drohnen gibt festgesetzt.

Versicherung der Drohne und mögliche Aufstiegsgenehmigung

Das Fliegen von den so genannten “Unmanned Area Vehicles” (UAV’s) zu welchen Drohnen gehören ist in der Regel versicherungspflichtig. Um eine Drohne also in Gebrauch nehmen und fliegen zu dürfen benötigt man eine Haftpflichtversicherung. Die, meist bereits vorhandene, private Haftpflichtversicherung ist jedoch oft nicht ausreichend. Dies sollte von den Besitzern überprüft werden und gegebenenfalls muss der Abschluss einer Zusatzversicherung erfolgen. Wenn die Drohne ausreichend versichert ist, außerdem von dem Besitzer ausschließlich für “Sport- und Freizeitgestaltung” genutzt wird, und ein Gewicht von maximal fünf Kilogramm hat, ist es nicht notwendig sie zu melden. Bei Drohnen mit einem Gewicht von über fünf Kilogramm ist die Rechtslage dagegen anders, sie sind meldepflichtig, brauchen eine Aufstiegsgenehmigung und müssen beim zuständigen Luftfahrtbundesamt angemeldet werden. Diese Aufstiegsgenehmigung ist dann für Drohnen mit einem Gewicht zwischen fünf und 25 Kilogramm gültig.

Geschützte Bereiche innerhalb Deutschlands

Weitere Einschränkungen, welche wieder für Drohnen jeder Größe und jeden Gewichts gelten, betreffen unter anderem die Nutzung von Drohnen in Kontrollzonen um Flughäfen oder bei großen Events mit Menschenansammlungen. Die 16 großen, deutschen Flughäfen sind alle von einer besonderen, geschützten Kontrollzone umgeben. Diese hat einen Radius von etwa 1,5 Kilometern. Innerhalb dieser Zone ist jegliche Nutzungen von Drohnen untersagt. In der gesamte Anflugzone dieser Flughäfen sind die Vorschriften etwas gelockert, hier dürfen Drohnen mit einem Gewicht bis zu fünf Kilogramm bis zu einer maximalen Höhe von 30 Metern fliegen. Im Umkreis von 100 Metern um Menschenansammlungen und im Luftraum über diesen ist das Einsatz von Drohnen jeder Art ebenfalls verboten. Dies ist z.B. bei großen Events wie Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen notwendig, um das Risiko von Verletzungen durch Drohnen des Publikums ausschließen zu können. Die Nutzung ist außerdem auch über Militärgelände, Krankenhäusern, Unglück- und Einsatzorten und Kraftwerken verboten.

Allgemeine Schriften zum direkten Einsatz der Drohne

Außerhalb der Lufträume in der Nähe solchen temporären Events und in der Nähe von Flughäfen beträgt die maximale Flughöhe von Drohnen 100 Meter. Dadurch wird gesichert, dass der Flugverkehr, welcher sich über dieser Maximalhöhe bewegt, in keiner Weise gestört wird. Möchte man seine Drohne trotzdem höher fliegen lassen, braucht man dazu eine bestimmte Genehmigung. Wenn die Drohne in der Luft ist, muss sie sich außerdem konstant und ausnahmslos in der Sichtweite des Besitzers bzw. Piloten sein, oder in der einer Zweitperson welche jedoch konstant mit dem Piloten in Kontakt steht. Zusätzliche Hilfsmittel wie z.B. Ferngläser oder Videobrillen sind zur Überwachung der Drohne nicht erlaubt. Wenn man eine Drohne über einer geschlossenen Ortschaft in die Luft steigen lässt, sind zuständige Ordnungsstellen oder auch Polizeidienststellen vorher über den Einsatz zu informieren. Sollte es zum Kontrollverlust oder Absturz einer Drohne kommen, muss dies der zuständigen Flugsicherung unverzüglich gemeldet werden.

Besondere Fragen warf bislang die Nutzung von Drohnen mit installierten Kameras auf. Die Vorschriften für die Nutzung dieser sind teilweise nicht genau festgelegt. Wenn eine Drohne jedoch über privaten Grundstücken geflogen wird, ist es wichtig zu beachten, dass der Luftraum über einem Grundstück in der Regel zu dem jeweiligen Grundstück und damit dem Eigentümer gehört. Dieser darf aus diesem Luftraum Foto- und Filmmaterial aufnehmen, wenn dies ein Anderer tut, muss er jedoch um Erlaubnis fragen. Ist der Besitzer damit nicht einverstanden, ist die Aufnahme von Bildmaterial untersagt und wird strafrechtlich verfolgt. Auch Personen dürfen nicht einfach aus der Nähe gefilmt werden, denn sie besitzen das Recht auf ihre Privatsphäre und außerdem das “Recht am eigenen Bild”.

Diese Regeln gelten so grundsätzlich alle innerhalb von Deutschland, in anderen Ländern gibt es andere Vorschriften, Gesetze und auch Genehmigungen für den Einsatz von Drohnen. Wenn man also eine Drohne in einem anderen Land nutzen möchte, sollte man sich im Vorfeld gut über die dortigen Vorschriften und Genehmigungen informieren.