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Dieser Hund braucht keine Leine: AirDog für Extremsportler

Wer den Tiefschnee abseits der Pisten im kanadischen Hochgebirge oder die reißenden Wellen australischer Küsten zu seinem Sportplatz auserkoren hat, der wird seine Abenteuer sicherlich nicht undokumentiert lassen wollen.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 22.03.2017

Aus dem Wurf der Selfiedrohnen

Mit der GoPro Action Kamera wurden Videos aus dem Extremsport revolutioniert: Jeder konnte sie an jedem denkbaren Stück Ausrüstung befestigen und die kompakte Größe tat den Rest, damit die Kamera kein Hindernis darstellen würde. Die verschiedenen Befestigungen machten verschiedenste Perspektiven möglich: Von der Kamera an der Brust zu Videos aus der Perspektive eines Paddels wurde alles möglich. Eine dritte Person Ansicht war aber bisher unmöglich, ohne schweres, hinderliches Equipment mit zu schleppen.

Das Welpenleben hat AirDog bei Kickstarter verbracht. Der inzwischen ausgewachsene Rüde sagt dem umständlichen Schleppen von schwerem Equipment den Kampf an. Gerade in den letzten Monaten kamen regelmäßig neue Selfiedrohnen auf den Markt. Diese eignen sich natürlich auch mehr oder weniger dafür, sich selbst beim Sport zu filmen. AirDog aber ist speziell dafür gemacht, Extremsportler bei ihren Abenteuern zu begleiten. Damit dies auch gelingt, waren die ersten Herrchen der Drohne Extremsportler aus verschiedenen Bereichen wie Surfen, Snowboarding und Wakeboarding.

Weniger Leine, mehr Training

AirDog kann mehr als „Sitz“ und „Platz“. Verschiedene Modi für unterschiedliche Extremsportarten beherrscht die Drohne (Hol’s Stöckchen ist keiner davon). Auch ein paar Follow-Me Modi bietet AirDog. Hierzu gehören ein normaler Verfolgungsmodus, eine Pfadverfolgung und Weitere. Ein Beispiel für einen Sportmodus ist die Surf Funktion: AirDog wird am Strand abgestellt. Damit keine Flugzeit für das Erreichen der Wellen verschwendet wird, startet die Drohne erst, sobald das Surfen beginnt. Ausgelöst wird dann per Fernbedienung. Auch die Landung funktioniert komplett autonom am Startpunkt, sobald der Akku leer ist.

Die Fernbedienung ist quasi die Leine des AirDog, verhält sich aber eher wie die Kommandos seines Herrchens an seinen Vierbeiner. Natürlich würde das Verwenden eines regulären Senders nicht funktionieren. Deswegen kann die Fernbedienung um den Arm geschnallt werden. Sie ist Wasser- und staubdicht, was bei Extremsport natürlich eine Voraussetzung ist. Über sie werden die verschiedenen Modi angewählt.

Da alle Modi rein softwareseitig sind, lassen sich neue „Kommandos“ natürlich per Update nachliefern. Sollten sich also genug Skateboarder finden, die einen AirDog Modus möchten, kann der Hersteller dies ganz einfach entwickeln und nahtlos an die Nutzer ausliefern.

Dobermann oder Chihuahua?

Über die technischen Spezifikationen der Extremsport Drohne ist nicht viel bekannt. Eine Kamera ist nicht enthalten, hier wird eine GoPro an den Gimbal angebracht. Sinnvoll, denn wie oben erwähnt ist die Action Kamera in Extremsportkreisen eh etabliert. Da das australische Start Up das Problem der sperrigen Ausrüstung lösen will, sind die Arme, an denen die vier Rotoren befestigt sind, einklappbar. AirDog braucht keinen Zwinger, er passt in jeden Rucksack.

AirDog ist ein kleiner, agiler und faltbarer Quadrocopter, dass speziell für Leistungs- und Extremsportler entwickelt worden ist.

Von der technischen Seite sollte AirDog eher ein kräftiger Jagdhund als der Handtaschenvierbeiner eines Hollywoodmodels sein, zumindest wenn der Hersteller den Preis rechtfertigen möchte.

Viel mehr kann man über AirDog auch nicht sagen. Viele machten positive Erfahrungen damit, aber auch einige wütende Rezensionen gibt es zu lesen.

Nur eins ist klar: AirDog ist definitiv ein Rassenhund vom Züchter und kein adoptierter Vierbeiner aus dem Tierheim. Der Amazon Preis von rund 1.700 € ist schon eine Hausnummer. Und wer noch keine GoPro hat, muss sich die Action Kamera noch dazukaufen.

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Wer gewinnt das Rennen?

Im Hunderennen der Selfiedrohnen müsste AirDog seine eigene Laufbahn bekommen. Die Idee ist nicht unbedingt einzigartig, die direkte Zusammenarbeit mit Extremsportlern aber schon. Das Konzept scheint genial, da die Abenteurer ihre völlig autonome Drohne direkt vom Berg oder aus dem Wasser kommandieren können.

Ob AirDog in Deutschland auch über Einzelhandel verfügbar sein wird, steht momentan noch in den Sternen. Der Hersteller kümmert sich zunächst um den Marktstart „zuhause“.

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